Herten. Gemütlich mit einem Shuttelbus auf die Halde Hoheward fahren und das ganz umweltfreundlich. Mit den zwei neuen Brennstoffzellenhybridbussen, die das Nahverkehrsunternehmen Vestische ab 2009 einsetzt, kann dies Wirklichkeit werden. Die neuen Busse sind deutlich kleiner als ihre großen „Linienbrüder“. Auf fünf Metern Länge bieten sie Platz für 22 Personen. Der „Midi-Bus“ wird hauptsächlich über eine Brennstoffzelle mit Energie versorgt. Mit einer Tankfüllung fährt der Bus bis zu 200 Kilometer und das besonders leise. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel freut sich über die Prototypen, die nun im Vest getestet werden. „Wichtig ist nicht nur, die Firmen nach Herten zu holen, die mit Wasserstoff zu tun haben. Wir werden ein richtungweisendes Kompetenzzentrum schaffen, und zwar hier, auf Ewald“, betont Hertenes Bürgermeister.
Mit 375.000 Euro ist ein Hybrid-Bus teuer als ein herkömmlicher Linienbus, der ungefähr 230.000 Euro kostet. Trotzdem sollen keinerlei Kosten an die Fahrgäste weitergegeben werden. Dafür sorgt ein umfassendes Finanzierungspaket mit starken Partnern. Ein Großteil der Finanzen kommt von der EU, dem Land NRW, dem Kreis Recklinghausen und dem Hychain-Verbund. Als Sponsoren unterstützen die Sparkassen Vest, Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen das Projekt. Auch die Stadtwerke Herten und die Emschergenossenschaft tragen einen Teil der Kosten. So sollen die Betriebskosten für die ersten fünf Jahre gedeckt sein.

