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Teure Leidenschaft: Fußballmuseum reißt Millionenloch in Dortmunds Stadtkasse

width=800Dortmund. Das Deutsche Fußballmuseum entwickelt sich für Dortmund zum Millionengrab. Verluste, die die Stadt tragen muss. Der DFB trägt maximal 250.000 Euro, der Rest fällt auf die Stadt, die bereits andere kulturelle Veranstaltungen wegen Geldmangels kürzen oder streichen muss.

Im Jahr 2026 belaufen sich die Defizite des Museums auf satte 2,77 Millionen Euro – ein Betrag, der die Stadt Dortmund schwer belastet. Allein 2,52 Millionen Euro muss die Stadt übernehmen, was 800.000 Euro mehr sind als ursprünglich kalkuliert.

DFB bleibt bei geringer Beteiligung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der über eine Stiftung am Museum beteiligt ist, beteiligt sich dabei nur marginal an den Verlusten. Vertragsgemäß zahlt der DFB maximal 250.000 Euro jährlich zu. Der Rest bleibt an der Stadt und damit am Steuerzahler hängen. Bereits 2019 kritisierte der Bund der Steuerzahler diese finanzielle Konstruktion scharf.

Ursachen für das Defizit

Die Stadt Dortmund begründet das hohe Minus mit ausbleibenden Zuschüssen von Bund und Land sowie geringeren Sponsorengeldern als erwartet. Besonders brisant: Während wichtige kulturelle Veranstaltungen wie die Museumsnacht, das Hafenfest oder das Stadtfest „Dortbunt“ aufgrund knapper Kassen auf der Kippe stehen, fließen weiterhin hohe Beträge in das defizitäre Museum. Die Silvesterfeier auf dem Friedensplatz wurde bereits aus finanziellen Gründen abgesagt.

Verträge binden die Stadt

Trotz der anhaltenden Kritik bleibt die Stadt an die bestehenden Verträge gebunden und kann sich den Verlustausgleichen nicht entziehen. Der DFB zeigt sich bislang unbeeindruckt von der Debatte und hat weder zusätzliche Zahlungen angeboten noch Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

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