Essen/Marl. Der Chemiekonzern Evonik hat ein erneut verbessertes Übernahmeangebot des Wettbewerbers BASF abgelehnt. Das Unternehmen betonte, den Fokus weiterhin auf seine eigenständige strategische Entwicklung zu legen.
Laut einer Mitteilung von Evonik wird es keine Verhandlungen über eine mögliche Übernahme geben. BASF hatte zuvor das Angebot auf 24 Euro je Aktie angehoben, was einer Unternehmensbewertung von rund elf Milliarden Euro entspricht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sehe Evonik nach wie vor keinen überzeugenden industriellen Nutzen in einer Fusion.
Trotz der Absage zeigt sich der Vorstand von Evonik offen für einen informellen Austausch. In diesen Gesprächen könnten beide Konzerne ihre Standpunkte darlegen, ließ der Vorstand verlauten.
BASF reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung von Evonik. Das Unternehmen betonte, dass das Angebot einen Aufschlag von etwa 39 Prozent gegenüber dem unbeeinflussten Schlusskurs darstelle und zudem umfassende Zusicherungen für Mitarbeiter und Standorte enthalte.
BASF-Chef Markus Kamieth hatte bereits bei der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen betont, dass ein Zusammenschluss beider Unternehmen strategisch sinnvoll wäre. Die jeweiligen Stärken könnten sich ideal ergänzen und einen wettbewerbsfähigeren sowie widerstandsfähigeren globalen Akteur schaffen.

