Marls Bürgermeister Terhorst reagiert auf Kritik aus Polsum
Bild: Zehntausende Besucher an einem Tag auf dem Weihnachtsmarkt erfordern ein besonderes Sicherheitskonzept. (Archivfoto)
Marl. Nach der überraschenden Absage des Polsumer Weihnachtsmarktes, die von den örtlichen Vereinen mit zu hohen bürokratischen Hürden begründet wurde, will Bürgermeister Thomas Terhorst das Gespräch mit den Beteiligten suchen. Ziel sei es, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, um zukünftige Veranstaltungen zu sichern.
„Die Organisatoren des letzten Marktes waren teilweise auch diejenigen, die den Markt vor 40 Jahren bereits gegründet haben“, so der Bürgermeister und spielt damit auf das Fehlen von jüngeren Mitstreitern an.
Zudem hätte die Interessengemeinschaft Polsumer Vereine schon im Vorjahr nicht mehr geschlossen hinter dem bisherigen Format gestanden. Eine Neuauflage mit Fokus auf die örtlichen Vereine sieht Terhorst als Chance für einen Neuanfang. Ordnungsdezernent Thomas Richter ordnet die Zahlen für das Sicherheitskonzept ein: „Für Polsum war angesichts der Zehntausenden Besucher zuletzt Sicherheitspersonal in der Größenordnung von acht Einsatzkräften gefordert worden. Von 30 war in keinem Gespräch die Rede.“
Einladung zum Dialog
Terhorst betont die Bedeutung von Veranstaltungen für das gesellschaftliche Leben in Marl und lädt daher Vereine und Veranstalter zu einem Austausch ein. Der Auftakt-Termin ist für Anfang 2027 geplant, bereits vorher soll ein spezielles Gespräch mit den Polsumer Vereinen stattfinden. „Wir wollen klären, wo genau Unterstützungsbedarf besteht und wie die Stadt hier gezielt helfen kann“, so der Bürgermeister..
Bürokratie vs. Sicherheit
Die Stadtverwaltung erklärt, dass viele der geforderten Sicherheitsmaßnahmen auf landesweiten Vorgaben basieren. Ordnungsdezernent Thomas Richter erläutert: „Ob ein Sicherheitskonzept notwendig ist, richtet sich nach den Empfehlungen des Landes. Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu finden, die sowohl praktikabel sind als auch den Sicherheitsanforderungen gerecht werden.“
Blick in die Zukunft
Trotz der aktuellen Situation zeigt sich der Bürgermeister optimistisch: „Eine Neuauflage des Polsumer Weihnachtsmarktes in kleinerem Rahmen könnte eine Chance für einen Neuanfang sein.“ Besonders hebt er das Engagement der ehrenamtlichen Helfer hervor, ohne die Veranstaltungen dieser Art nicht möglich wären.
Die kommenden Gespräche sollen klären, wie der Weihnachtsmarkt in Zukunft gestaltet werden kann. Thomas Terhorst bedankt sich bei allen, die sich seit Jahrzehnten für das Gelingen des Marktes einsetzen, und hofft auf neue Impulse aus der Polsumer Vereinslandschaft.
Lesen Sie auch unseren Bericht zur Absage des Polsumer Weihnachtsmarktes und die Begründung der Veranstalter dazu.

