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Marl (eib). Der Stress zwischen den beiden Marler Realschulen geht schon wieder los. Jetzt hat der Leiter der Ernst-Immel-Realschule in Hüls, Ludger Quante, gefordert, dem Elternwunsch nachzugeben und seine Schule vierzügig zu machen. Die Hammer Ernst-Immel-Realschule müsste dann mit einer Zweizügigkeit auskommen.
Für Unruhe hatte bereits im Februar der Elternwille gesorgt, der recht deutlich zu Gunsten der Hülser Schule ausfiel. Beide Schulen aber sollen nach dem Politikerwillen gleich behandelt werden, damit will man den sozial schwächelnden Stadtteil Hamm stärken. Beide Schulen leisteten hervorragende pädagogische Arbeit, betont die Stadt.
Die Bezirksregierung Münster hat diesen Standpunkt nun noch einmal ausdrücklich und schriftlich unterstrichen. Man sei erstaunt über die Ansicht des Hülser Schulleiters, wonach sein „Mitbewerber“ in Hüls ja auch mit einer Zweizügigkeit weitermachen könnte. Eine ganze Reihe von Vorzügen könne aber eine zweizügige Schule nicht bieten, belehrt die Aufsichtsbehörde in einem ausführlichen Schreiben den Schulleiter.
Auch die Stadtverwaltung kritisiert ihn. Er liege mit seiner Auffassung falsch, dass die Eltern mit ihren Anmeldungen Einfluss nehmen könnten. Tatsächlich entscheide der Schulleiter über eine Aufnahme, der Schulträger (die Stadt) lege lediglich den Rahmen fest. Wenn nicht alle angemeldeten Schüler aufgenommen werden können, dann würde den Abgewiesenen eben die Hammer Schule angeboten.
Auch in einem anderen Punkt irrt sich offenbar der Schulleiter: Sein Gebäude ist gar nicht für eine Vierzügigkeit ausgelegt, so wie er sie sich wünscht. Die Schule hat zwar einen schönen neuen Erweiterungsbau erhalten, dafür muss sie aber künftig auf die nebenliegende alte Waldschule verzichten, in der bislang noch Klassen untergebracht waren. Dieses Gebäude soll vermarktet werden und einer Wohnbebauung weichen. Fazit der Verwaltung: „Die Realschule in Hüls wird nicht vergrößert.“

