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Neues Schulzentrum soll Maßstäbe setzen

FOTO: Cornelius

Datteln (mc). Wenn in diesen Tagen die Anmeldung zur Grundschule beginnt, müssen sich viele Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind in Hagem zur Schule gehen lassen wollen. Dort entsteht nach umfassenden Umbauarbeiten ein Schulzentrum, „das Maßstäbe für Datteln setzen wird“, so Schulleiter Günther Schneider. Das integrative Konzept, behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam zu unterrichten soll dort intensiv umgesetzt werden. Auch Förderschwerpunkte werden intensiviert. Bislang haben sich Beratungen und Förderung auf Lernbehinderung beschränkt. Im neuen Schulzentrum kommt die Sprachförderung hinzu. „Bislang haben wir einen Kooperationsvertrag mit Castrop-Rauxel. Etwa 40 betroffene Dattelner Kinder nehmen den Weg auf sich“, weiß Matthias Dekker vom Schulamt. Die sollen aber nicht aus der bekannten Schulumgebung herausgezogen werden. In Datteln wird neu angefangen.

„Es muss geschafft werden. Die fusionierte Schule muss zu einem Schmuckstück in Datteln heranwachsen. Daran arbeiten wir seit anderthalb Jahren intensiv“, erklärt Günther Schneider. „Hier kommen Kompetenzen zusammen, die es vorher nicht gegeben hat.“ Kompetenzen der Förderschule und im Bereich des gemeinsamen Unterrichts sollen zum Wohle der Kinder genutzt werden. Im geplanten Zentrum gibt es kurze Wege. Es werden die gleichen Schulbücher benutzt. So kann es einen kurzfristigen Wechsel hin wie her geben.

„Auch die Probebeschulung wird einfacher“, weiß Schulleiterin Susanne Grindel.

Etwa 500.000 Euro kostet die Stadt Datteln der Umbau. „Das reicht aber bei weitem nicht aus“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Werner, der sich ansonsten begeistert von dem geplanten Konzept zeigte. „Wir müssen über Finanzierungs-Alternativen wie Schulsponsoring nachdenken.“

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