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Wenn Villen kommen, müssen Sly Dogs weichen

FOTO: Mengedoht

Marl (eib). Der Zaun steht, die Umkleide ist geklärt, der Baseballverein „Sly Dogs“ hat eine neue Heimat im Jahnstadion in Hüls gefunden. Doch nicht auf Dauer: Das alte Stadion und die nebenliegende Waldschule sollen auf Dauer Platz machen für eine exklusive Bebauung. Dafür macht sich nach einem Ortstermin noch einmal die CDU stark.

Dass die Sportler, von Polsum kommend, in Hüls nur Zwischenstation machen, war ihnen von Anfang an bekannt. Das war auch der Grund, weshalb alle Seiten nach einer Möglichkeit suchten, mit möglichst geringem finanziellen Aufwand einen bespielbaren Platz herzurichten. Denn die Fläche in Polsum war zu buckelig, das Jahn-Stadion aber ist (wegen seiner maroden Tribünen) baufällig und brauchte deshalb einen Sicherheitszaun.

In einigen Jahren werden die Sportler weiterziehen müssen, denn Stadion und Umfeld sollen verkauft werden, damit dort Villen gebaut werden können – ein Investitionsvolumen von einer Größenordnung ähnlich wie das Chinaprojekt, schätzt die CDU. Um die Vermarktung wolle sie sich vorranging kümmern, kündigte deren Bürgermeisterkandidatin Anke Ronge an. In Kürze wolle man mit Architekten zusammen einen Ideenkatalog entwickeln.

Das Projekt ist nur ein Teil der Bemühungen, den Ortsteil Hüls zu stärken. In den Loe-Auen habe man schon mit dem Bau neuer Häuser begonnen, die Aktivitäten der Neuma am Ovelheider Weg (Abriss von Hochhäusern) als Teil des Projektes Soziale Stadt ist bereits beschlossene Sache. Und dann kommt noch die Ansiedlung von „Kaufland“ am Lipper Weg. Alles zusammen bilde die Zukunftsgarantie für Hüls.

Bei der Bebauung des Jahnstadions fließe auch so viel Geld in die Stadtkasse, so die CDU, dass man damit später den Sly Dogs eine dauerhafte Heimat geben könne. Schließlich werden durch die derzeitige Neustrukturierung der Sportanlagen weitere Plätze frei.

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