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Katastrophenalarm im Munitionsdepot

Dorsten (om). Am Nachmittag des 6. Juni kommt es zu einem Unfall auf dem Gelände des Munitionsdepots in Wulfen: Bei der Instandhaltung von Sprengkörpern gibt es eine Explosion mit mehreren Verletzten. Zunächst ist ungewiss, wo die Verletzten sich aufhalten und wieviele es sind. Um 16 Uhr wird der Katastrophenzustand ausgerufen, da es zudem wegen der langen Trockenzeit zu Bränden im Naherholungsgebiet der Hohen Mark kommt.

Das Feuer wird durch die Feuerwehren des Kreises Recklinghausen bekämpft. Im Einsatzgebiet werden zusätzlich die Bundeswehr, Bundespolizei, THW und das DRK eingebunden. Der Einsatz wird durch die KEL und das THW koordiniert – so lautete der Übungsbefehl, denn zum Glück ist alles nicht wirklich echt. Mit 81 Helfern setzte sich der THW-Ortsverband Gladbeck/Dorsten am Abend aus in Richtung Wulfen in Bewegung, um ein lehr-und ereignisreiches Wochenende zu verbringen. Begleitet wurden die Kräfte von einer sechsköpfigen Mannschaft des DRK Gladbeck.

Vor Ort erwartete die Helfern ein vom THW-Zugführer Jörg Prus gut vorbereitetes Übungszenario – mit reichlich Nebel und Pyrotechnik, um das Einsatzgeschehen so realistisch wie möglich darzustellen. Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen hatte die Aufgabe der Wasserförderung und der Befüllung der Löschfahrzeuge sowie Hubschrauber sicherzustellen.

Die Verletztenbergung und Rettung wurde vom Technischen Zug übernommen, welcher die geretteten Personen an die Helfer des DRK zum Abtransport und Hilfeleistung übergab. Nach der Erkundung des Geländes durch vier Gruppenführer drangen die Helfer in die Schadensstelle vor. In den Gebäuden, welche zum Abriss bereit stehen, konnten Mauer-und auch Deckendurchbrüche erstellt werden, um die verschütteten Munitionswerker zu bergen. Dies wurde jedoch durch den eingesetzten Nebel erschwert und die Knalleffekte ergaben ihr übriges.

Auch für die Helfer der Wasserschaden/Pumpengruppe gab es einiges zu tun: Um die Befüllung der Löschfahrzeuge sicherstellen zu können, mussten mehrere Kilometer Schlauch sowie Aluminiumrohr verlegt werden. Diese Leitung wurde dann mit mehreren Pumpen versehen um die benötigte Menge Wasser auch fördern zu können.

Bei der Nachbesprechung am Sonntag wurde die Übung von allen Teilnehmern sehr positiv beurteilt. Besonderer Dank ging an Oberleutnant Albert und die Stabsfeldwebel Weis und Terstege für die Organisation auf Seiten der Bundeswehr sowie dem Kommandanten des Depots, Oberstleutnant Rudolph Haller, der die Übung ermöglichte.

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