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Cadmium: Die Böden haben ein Langzeitgedächtnis

Vest (mc). Größtenteils Entwarnung gibt der Kreis jetzt bei der Diskussion um Cadmium-Belastung auf den Feldern in Datteln und Waltrop. Bei einer Beprobung der Felder rund um die Dattelner Firma Ruhr-Zink waren erhöhte Cadmium-Werte in Gerste, Weizen und Mais festgestellt worden (wir berichteten). Als Lebensmittel konnten die Ernten teilweise nicht verwendet werden und in einem Fall durfte der Landwirt sein Weizenstroh nicht einmal als Einstreu verwenden. Er pflügte sein Feld unter. „So sind alle Landwirte bis auf einen mit einem blauen Auge davon gekommen“, zeigte sich Dr. Peter Reinierkens vom Bodenschutz-Institut in Witten erleichtert.

Dennoch wollen Kreis und Landwirtschaftskammer in diesem Bereich Landwirtschaft erhalten. „Was wir hier machen, ist Vergangenheitsbewältigung von Sünden aus der Zeit von vor 30, 40 Jahren“, erklärt Kreis-Umweltamtleiter Friedhelm Kahrs-Ude mit Blick auf die technische Ausstattung der Firma Ruhr-Zink. „Es gibt in Deutschland keinen vergleichbaren Industriebetrieb mit besserer Technik.“ Deshalb werde auch kaum Cadmium nachkommen, doch im Langzeitgedächtnis des Bodens sei das Gift für mehrere Jahrzehnte.

Dennoch kommt auf die Landwirte noch etwas zu. Sie werden ihre Böden kalken müssen. Und auch im nächsten Jahr stehen Bodenproben hinsichtlich der Cadmium-Belastung an.

Bei einem Gespräch mit Kreisverwaltung, Landwirten und Vertretern der Ruhr-Zink hat Ruhr-Zink zugesichert, dass die Firma alle Schäden und Folgeschäden bezahlen wird.

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