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Herten (mc). Wenn Herbert Beste über „seinen“ Verein spricht, ist die Begeisterung nicht zu überhören. Seit zehn Jahren ist der ehemalige Bergmann Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Herten. Dieser Verein besteht seit 60 Jahren und ist in der Stadt überaus aktiv. Bei fast 700 Mitgliedern kein Wunder. „Jeder, der bei uns mitmachen möchte, ist dazu herzlich eingeladen“, erklärt Herbert Beste und das meint er ernst.
An jedem zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Mitglieder im „Pferdestall“ im Katzenbusch. Ab 19.30 Uhr können alle Interessierten den Vorträgen zuhören oder aber Fragen stellen. „Wir machen naturnahe Gartenberatung“, weist der Naturfreund auf nur eines der vielen Angebote des Vereins hin. Hier kann jeder Gartenbesitzer seine Fragen los werden und kann sicher sein, dass die richtigen Antworten gefunden werden.
Aber das ist noch lange nicht alles. „Wir betreuen in Herten drei Streuobstwiesen. An der Wiesenbachaue, am Landwehr bei den Wassertürmen und am Holzbach.“ An der Wiesenbachaue haben die Naturschützer zusätzlich noch ein Wildbienenhotel eingerichtet. „Es gibt über 500 Arten von Wildbienen und die haben Wohnungsnot“, weiß der Fachmann und weist darauf hin, dass auch im Schlosspark ein solches Hotel zu finden ist.
Doch nicht nur die Wildbienen haben es Herbert Beste angetan. Im Schlossgewölbe läuft eine Ausstellung über Schmetterlinge, die jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr besichtigt werden kann. Auch Fledermausführungen und -aktionen gibt es regelmäßig.
Auch an der Aktion „Kein Turm ohne Falken“ hat sich der Nabu Herten beteiligt. „Fünf Nistkästen haben wir aufgehängt, zwei habe ich kontrolliert. Bei Schulte-Scherlebeck in der Scheune gab es fünf Junge und am Wengerturm gab es ebenfalls Nachwuchs“, freut sich Beste. Nächstes Jahr sollen alle Nistkästen auf Nachwuchs kontrolliert werden.
Auch sonst ist der Verein für seinen Nachwuchs aktiv. Die Kindergruppe, betreut von Beate Hölzemann, erkundet die Natur, veranstaltet Ausstellungen und geht auf Exkursionen.
Anders als in vielen anderen Vereinen hat der Nabu Herten so erst einmal keine Probleme mit dem Nachwuchs.

