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Schacht 8 wird langsam zum Leben erweckt

FOTO: Mengedoht

Marl (eib). Sieben Jahre lang war „tote Hose“ am Schacht 8. Jetzt geht es ganz langsam wieder los. Mit Aufräumarbeiten. Die können sich hinziehen über Jahre. Ein Cafe könnte wieder eröffnen. Doch ob das soziokulturelle Jugendzentrum zwischen Marl und Recklinghausen je wieder zur alten Blüte zurückkehrt, das ist eher zu bezweifeln.

Hinter dem jahrelangen Versuch, einen Profi dazu zu bewegen, in den früheren Bergbau-Gebäudekomplex zu investieren, und den Treff teils kommerziell, teils sozial zu betreiben, hat die Stadt inzwischen einen Schlussstrich gezogen. Mit ganz kleinen Mitteln geht es weiter: Die Arbeitsförderungs-Initiative Werkstatt Brassert bekommt 70.000 Euro und hat nun mit dem großen Aufräumen angefangen. Das erste Dutzend Schutt-Container ist schon voll.

Im Laufe der Zeit werden bis zu vier Dutzend Langzeitarbeitslose hier eine Beschäftigung finden, finanziell unterstützt von der Vestischen Arbeit, die eine ganze Reihe von Beschäftigungs-und Qualifizierungsmaßnahmen mitmacht.

Sträucher und Bäume wurden bereits zurückgeschnitten, der Zaun repariert, Dann geht es an eine gärtnerische Gestaltung. Wege werden gebaut und die Teilnehmer dieser Maßnahme können so beruflich qualifiziert werden.

Einige Räume und der schon früher genutzte Bereich sowie eine Werkstatt werden hergerichtet als Arbeits-und Begegnungsstätte zugleich. Eine „Ideenwerkstatt“ für die künftigen Nutzer ist bereits eingerichtet (Tel. 0163-79 68 624 ab Oktober).

Am Ende soll auch Soziokultur stehen – aber im kleinen Rahmen, so wie es mit dem Nachbarn vereinbart ist. Der hatte sich vehement und letztlich erfolgreich gegen die Belästigung durch die Besucherströme gewehrt.

Gescheitert war „Schacht 8“ aber am Missmanagement und anschließend an der mangelhaften Elektrik. Seit der Schließung war trotz eines Wachdienstes alles Verwertbare gestohlen (einschließlich der Stromkabel im Boden und aller Heizkörper), der Rest zerstört worden. An notwendigen Millionen-Investitionen (einschließlich einer neuen Zufahrt von der Recklinghäuser Straße aus) war schließlich die kommerzielle Nutzung gescheitert.

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