Herten. Erneut ist eine Seniorin auf die üble Masche von Betrügern hereingefallen. Im Stadtteil Westerholt erhielt eine 75-Jährige einen schockierenden Anruf. Die Frau am anderen Ende der Leitung gab sich als Polizistin aus und erzählte, die Tochter der 75-Jährigen sei an einem tödlichen Verkehrsunfall beteiligt gewesen, weshalb der Tochter eine lange Gefängnisstrafe drohe.
Das könne allerdings verhindert werden, wenn die Seniorin eine hohe Bargeldsumme bezahle. Zwischenzeitlich schaltete sich noch ein angeblicher Staatsanwalt in das Gespräch ein. Obwohl die Medien immer wieder vor dieser Masche warnen, ging die 75-Jährige dann zu einem nahegelegenen Treffpunkt und übergab mehrere zehntausend Euro an einen unbekannten Mann.
Er wird wie folgt beschrieben: zwischen 20 und 35 Jahre alt, ca. 1,60 bis 1,70 Meter groß. Die Anruferin hatte eine junge Stimme und sprach akzentfreies Deutsch.
Derzeit kommt es im gesamten Kreis Recklinghausen vermehrt zu solchen „Schockanrufen“. In den meisten Fällen reagieren die Angerufenen richtig, legen auf und übergeben kein Geld. Um weitere Menschen vor Betrügern zu schützen, informieren auch Sie bitte Verwandte, Freunde und Nachbarn über die Masche(n).
Wichtige Tipps und Verhaltensregeln, um sich zu schützen:
-Die (echte) Polizei fragt nie nach Geld, der PIN-Nummer oder Wertsachen. Wenn die Polizei anruft, steht nie die 110 im Display.
-Unbekannten niemals Geld-oder Wertsachen aushändigen.
-Unbekannte nicht in die Wohnung lassen.
-Am Telefon: Beim leisesten Verdacht auf einen Betrugsversuch einfach auflegen.
-Bei Bedrohung: Rufen Sie die Polizei über Notruf 110.

