Kreis. Den Menschen im Kreis Recklinghausen geht es wirtschaftlich besser: Das durchschnittliche Einkommen stieg um 400 bis 650 Euro pro Person. Doch die Verbesserung trügt: Im Landesvergleich sackten die Kreisstädte ab, so die neueste Statistik, die 396 Gemeinden miteinander vergleicht. Kurz vor dem Schlusslicht hat sich Oer-Erkenschwick angesiedelt (Platz 373), hier mussten die privaten Haushalte im Jahr 2008 mit 16.376 Euro auskommen. Im Landesdurchschnitt sind es 19.837 Euro.
Am besten schneidet wieder Dorsten ab: Platz 170 mit 19.973 Euro Einkommen je Einwohner. Haltern kommt auf Platz 184 mit 19.669 Euro (schon unter Landesdurchschnitt). Es folgen Waltrop auf Platz 271 (18 Plätze verloren) mit 18.558 Euro und Recklinghausen auf Platz 287 mit 18.311 Euro.
Bereits in Richtung Schlusslicht orientieren sich Datteln auf Platz 316 mit 17.761 Euro, Herten auf Platz 344 mit 17.363 Euro, Marl auf Platz 352 mit 17.206 Euro und Oer-Erkenschwick auf Platz 373 mit 16 376 Euro.
Ähnlich schlecht schneidet übrigens das gesamte Ruhrgebiet ab: Bottrop Platz 309, Gelsenkirchen 382, Oberhausen 364, Duisburg 378. Lediglich Essen schafft es auf Platz 223.
Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommenssumme (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen), die den privaten Haushalten nach der sog. Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

