
Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Insulinpräparate, Heuschnupfen-Medikamente und Antidepressiva – was gut gegen die Erkrankung ist, bedeutet oftmals eine erhebliche Einschränkung der Fahrtüchtigkeit. Doch oft wissen oder spüren die Betroffenen nicht, dass sie für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) informiert zu diesem oft unterschätzten Risiko im Rahmen unserer Lesertelefonaktion. Denn etwa 20 Prozent aller Unfälle geschehen unter dem Einfluss von Arzneimitteln!
Dabei ist nicht nur die Einnahme hoch wirksamer Medikamente wie beispielsweise von Beruhigungs-oder Schlafmitteln kritisch. Frei verkäufliche Arzneien wie Hustensaft oder Allergiemittel können sich ebenfalls negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Auch bei der selbst therapierten Grippe sollten die Beipackzettel der eingenommenen Medikamente daher aufmerksam durchgelesen werden. Bei verordneten Medikamenten sollten Sie Ihren Arzt nach unerwünschten Nebenwirkungen fragen. Besondere Vorsicht ist immer zu Beginn einer Behandlung geboten. Bis sich der Körper auf die Arzneimittel eingestellt hat, können unvorhergesehene und plötzliche Reaktionen auftreten.
Welche Medikamente sind besonders kritisch im Straßenverkehr? Ich leide an Parkinson und muss dauerhaft Medikamente einnehmen. Darf ich trotzdem Auto fahren? Können ein paar Züge am Joint wirklich die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen? Darf ich nach der Spritze beim Zahnarzt Auto fahren? Diese und alle weiteren Fragen zum Thema „Medikamente im Straßenverkehr“ beantworten Ihnen die Experten unserer Lesertelefonaktion – kompetent, vertraulich und kostenfrei.
• Dr. med. Martina Albrecht; Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach
• Professor Dr. Thomas Daldrup; Institut für Rechtsmedizin der Universität Düsseldorf
• Ralf Sanner; Generalsekretär und Syndikus des Automobil-Club Verkehr Deutschland (ACV), Köln
• Marion Pieper-Nagel; Referentin für Verkehrsmedizin, Erste Hilfe und Rettungswesen beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR), Bonn
Rufen Sie an: Donnerstag, 20. November, 10 bis 17 Uhr, unter der gebührenfreien Hotline (0800) 0909290.

