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Chinesen: Grundstück-Kaufvertrag unterschrieben

Marl (eib). Die Chinesen haben am Donnerstag völlig überraschend den Kaufvertrag für das 20.000 qm große Grundstück an der Herzlia Allee unterschrieben, um dort ein Groß-und Außenhandelszentrum zu errichten. In zwei Jahren, so der Vertrag, muss das Zentrum stehen.

Noch am Dienstag hatte die Bürgermeisterin erklärt, sie wisse zwar von der Anwesenheit einer chinesischen Delegation in der Stadt, doch sie habe keine Verhandlungen geführt. Der Vorsitzende des Lenkungsausschusses (in dem Politik und Verwaltung gemeinsam das Vorgehen abstimmen), Werner Arndt, hatte daraufhin zu einer Sitzung am nächsten Dienstag eingeladen. Die Überraschung dann am Mittwochabend, als kurzfristig Einladungen in die Briefkästen der Politiker geworfen wurden – und so manchen nicht mehr rechtzeitig erreichten. Was für entsprechenden Ärger auf der Ratssitzung am Donnerstagnachmittag sorgte.

Wenige Stunden zuvor hatten die beiden Geschäftsführer der DS GmbH (in Gründung) sowie Bürgermeisterin Uta Heinrich den Kaufvertrag unterzeichnet. Lediglich zwei geringfügige Änderungen hatte es gegeben – nach monatelanger Prüfung (und dreifacher Übersetzung) des Vertrages.

Nach Informationen von Marl aktuell haben die Chinesen ein halbes Jahr Zeit, um einen Bauantrag zu stellen (nach dessen Genehmigung der Kaufpreis fließt), ein weiteres halbes Jahr bis zum Baubeginn und ein Jahr Bauzeit.

Dieses ist der erste Schritt eines umfangreichen Komplexes, der zweite, doppelte so große Teil liegt hinter dem nun vereinbarten langgestreckten Gebäude an der Herzlia Allee. Am Ende sollen hier Ausstellungs-und Büroräume fü insgesamt rund 200 weltweit tätige Unternehmen entstehen.

Während auf der einen Seite Freude herrscht, dass dieses nun der konkrete Beginn des China-Handelszentrums ist, herrscht auf der anderen Seite auch noch Skepsis: Vor einigen Jahren hatte die Stadt Grundstücke verkauft und Verträge für ein Entertainment-Center in der Stadtmitte gemacht. Passiert ist dennoch nichts, derzeit streitet man vor Gericht um die Rückabwicklung.

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