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Analphabeten sind jetzt preisgekrönt

Herten. Sie können sich im Wartezimmer nicht die Zeit mit Lektüre vertreiben, können keine Urlaubsgrüße senden, sie können nicht lesen und nicht schreiben. Vier Hertener Analphabeten besuchen seit vier Jahren einen VHS-Kurs, um zu lernen, was für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Doch mit Kursleiterin Marion Büchter büffeln sie nicht nur Silben und Buchstaben. Ihr Engagement geht darüber hinaus. Nun haben sie dafür sogar einen Preis gewonnen. Die Mercator Stiftung hatte zusammen mit dem forum nrw e.V den Wettbewerb „Revier Version 2.0. -Meine Welt der Möglichkeiten“ ausgeschrieben. Kreative Ruhrgebietsköpfe sollten hier ihre Vorstellungen und Visionen zur Zukunft des Reviers einbringen. „Wir haben einen Kalender gebastelt. Das ist doch die beste Variante Wort und Bild zusammen zu bringen“, erklärt Marion Büchter. Die Kursteilnehmer Bruno, Thorsten, Sabine und Tanja stürzten sich in die Arbeit. In Herten leben 2.000 bis 3.000 Analphabeten, schätzt Christina Zyprian. Jetzt ist die Arbeit preisgekrönt.

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