
Marl. Nach den Herbstferien steigen Schüler der vier Marler Grundschulen Aloysiusschule, Martin-Buber-Schule, Käthe-Kollwitz-Schule und Pestalozzischule, die bisher mit Bussen privater Transportunternehmen zu ihren Schulen gefahren sind, im Rahmen der Neuordnung des Schülerspezialverkehrs auf Sondereinsatzwagen der Vestischen um. Das Planungs-und Umweltamt der Stadt hat deshalb in Kooperation mit dem Jugend-sowie dem Schulverwaltungs-und Sportamt die Grundschulkinder in einer Busschule auf die neue Situation vorbereitet.
Hierzu wurde auf den Schulhöfen der jeweiligen Grundschule unter anderem eine mobile Bushaltestelle errichtet. Uwe Waterkamp, einer der beiden städtischen Streetworker, stellte seinen umgebauten Bus zur Verfügung, um eine „echte“ Busfahrt darzustellen. Gemeinsam mit Verkehrsplaner Udo Lutz wurden so in drei Wochen insgesamt sieben Trainingseinheiten mit jeweils zwei Schulstunden abgehalten und die Schulkinder auf die neue Situation eingestimmt.
Welche Regeln sind beim Busfahren zu beachten? Wann kann es gefährlich werden? Was lasse ich lieber bleiben, damit ich nicht verletzt werde? Während der Trainingseinheiten wurden viele Fragen beantwortet, wie etwa zum Essen und Trinken im Bus und zur eigenen Sicherung im Bus. Das besonnene Ein-und Aussteigen, das Queren der Fahrbahn vor oder hinter dem Bus, die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes beim Einfahren des Busses in die Busbucht wurden ebenso demonstriert wie das Lesen eines Fahrplanes, die Mitteilung des Haltewunsches, die Funktion der Falttüren oder Sicherheitsmaßnahmen bei einem Busunfall.
Zum Januar 2009 werden auch die Schüler der Canisiusschule (Foto) für den Weg zu ihrer Schule auf die Busse der Vestischen umsteigen. Auch hier wurde und wird die „Busschule“ in den kommenden Wochen tätig.

