Herten (om). „Das ist kein Grund zum Jubeln, aber die wirtschaftliche Entwicklung in 2007 hat uns schon sehr geholfen“, berichtete Kämmerer Cay Süberkrüb dem Sonntagsblatt. 11 Millionen Euro weniger Schulden – um diesen Betrag hat sich das Jahresergebnis für 2007 nämlich verbessert, vor allem durch höhere Gewerbesteuereinnahmen, größere Anteile an Einkommen-und Umsatzsteuer sowie den rigiden Sparkurs der Verwaltung.
Somit sank das laufende Defizit der Stadt Herten immerhin von 19,3 auf 8,3 Millionen Euro. Wegen der gigantischen Altdefizite stehen für 2007 trotzdem den 115 Millionen Euro Einnahmen immer noch 185 Millionen an Ausgaben entgegen. „Die dramatische Finanzsituation ist überhaupt nicht bewältigt, Land und Bund müssen dafür sorgen, dass wir unsere Aufgaben erfüllen können“, kritisierte Süberkrüb. „Stattdessen werden wir immer mehr in die Pflicht genommen, bekommen aber gleichzeitig weniger Mittel.“
Süberkrüb meint, dass die Menschen in der Region ein Recht darauf haben, dass Bund und Land die Städte finanziell so ausstatten, dass sie ihren Bürgern vergleichbare Leistungen und Lebensverhältnisse wie in strukturell begünstigten Regionen bieten können.

