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„Wie die hampeln, haben wir uns nicht bewegt“

FOTO: Cornelius

Datteln/Oer-Erkenschwick (mc). Seine sportliche Karriere hat Jochen Walter in Datteln gestartet. Dort war er Vorsitzender des SSV und von 1955 bis 1962 Übungsleiter Leichtatlethik. Doch in Oer-Erkenschwick hat es ihn dann erwischt. Nach seiner Hochzeit hat ihn Kurt Kersting angesprochen, ob er nicht in Oer-Erkenschwick mitmachen wolle und so wurde Walter 1964 Übungsleiter beim TuS 09 und ist es heute noch.

Mit Begeisterung trainiert er Kinder im Alter von sieben bis acht Jahren im Laufen und Springen. „25 Kinder sind regelmäßig da, auf dem Papier sind es 50“, erzählt der 68-Jährige. Bei soviel Erfahrung ist es dem Rentner nicht entgangen, dass die Kinder heute sich nicht mehr bewegen können. „Die Motorik der Kinder hat sich ganz gewaltig verschlechtert“, weiß der Experte.

„So wie die hampeln, haben wir uns nicht bewegt. Die Bewegungsabläufe sind ganz anders, Arme rechts, links drehen, geht gar nicht.“ Dennoch will der rüstige Großvater nicht aufgeben. „Den Übungsleiter gebe ich solange wie es geht.“ Auch die Position als Kassenwart der Leichtatlethen, die er seit 15 Jahren innehat, will er weiter ausüben.

Doch etwas kürzer treten will er auch. Seit Jahren organisiert er am 3. Oktober den Haardlauf. Den will er in verantwortungsvolle Hände abgeben. Natürlich steht er weiter mit Rat und Tat zur Seite.

Jetzt hat er erst einmal eine andere Baustelle vor der Brust: Am 29./30. August findet der Allianz-Cup statt. Den organisiert Jochen Walter komplett von der Ausschreibung über Preise und Medaillen bis hin zu den Kampfrichtern. Am 29. August sind die Senioren ab 30 Jahren in den Disziplinen Kugelstoßen, Diskus, Speerwerfen und 5.000-Meter-Lauf gefordert. Am 30. August darf sich die Jugend beweisen.

Wer solange dabei ist, kann auch auf den ein oder anderen Erfolg stolz sein. Für Jochen Walter waren das die Jahre 1993, 1994 und 1995. Da haben die Mädchen bei den Deutschen Schülermeisterschaften auf Landesebene drei Mal hintereinander den Wanderpokal in die Stimbergstadt geholt.

Mit ein Grund für den sportlichen Rentner, am Ball zu bleiben.

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