Haltern. Den Standort der Firma Eis-Paradies Schröer in der Seestadt wollen Halterns Genossen unbedingt erhalten. Daher trafen sich der Stadtverbandsvorstand derSozialdemokraten am Mittwoch zu einem Infogespräch mit dem Betriebsrat. Dem SPD-Vorsitzenden Erwin Kirschenbaum und Fraktionsgeschäftsführerin Beate Pliete wurde nach einer Einführung in die Unternehmensstruktur durch Betriebsratsvorsitzenden Thorsten Stöhl und den Landesgeschäftsführer der NGG, Werner Kraupner, die aktuelle Situation erörtert und mögliche Aktionen zur Unterstützung der Arbeitnehmer im Kampf um den Erhalt des Arbeitsplatzes ausgelotet.
Einig war sich die SPD-Spitze mit dem Betriebsrat, dass die Arbeitnehmer viele Bündnispartner brauchen. Ziel ist es, breite Unterstützung in der Öffentlichkeit zu finden. „Schröer bietet nicht nur vielen Halternern, sondern auch vielen Bürgern aus der Region, eine gesunde Mischung aus Facharbeitsplätzen und geringer qualifizierten Arbeitsplätzen, die gerade im gewerblichen Bereich in Haltern eher selten anzutreffen ist. Letztendlich zeugt die hervorragend absolvierte Zertifizierung vom hohen Qualitätsstandard des Unternehmens.“
Kirschenbaum: „Wir können auf gar keinen Fall, die Schließung des Halterner Standortes akzeptieren, zumal Haltern Standortvorteile wie die Autobahnanbindung und die Nähe zum Verbraucher bietet.“ Pliete ergänzt: „Im Gegensatz zum Werk in Bremen-Stockhausen, wo auf Lkw produziert werden muss, ermöglicht ein in Haltern vor vier Jahren errichtetes Kühlhaus ein flexible Logistik.“
Anerkennenswert sei die hohe Motivation der Mitarbeiter trotz des angekündigten Produktionsstopps am 22. August, um weiter zum positiven Betriebsergebnis der Konzernmutter R&R Ice Cream beizutragen, bescheinigten beide Genossen. Als ersten Schritt wollen sie mit Hilfe der Abgeordneten der Region die in Osnabrück sitzende Geschäftsleitung des Unternehmens dazu bewegen, die berechtigten Ansprüche der Mitarbeiter auf eine berufliche Perspektive vor Ort zu berücksichtigen.

