Datteln (mc). Die Meldungen aus dem gesamten Bundesgebiet über misshandelte und vernachlässigte Kinder hat die Mitarbeiter des Jugendamts auf den Plan gerufen. Gemeinsam mit Marko Szlapka, Sozialwissenschaftler und Geschäftsführer des Instituts für Sozialplanung und Organisationsentwicklung aus Essen, wurde ein mehrere Monate dauernder Workshop durchgeführt.
In diesem Workshop wurden Standards erarbeitet, die festlegen, wie lang zum Beispiel ein Hausbesuch dauert. Dazu bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einheitliche Richtwerte an die Hand. Unter anderem wurde auch der Umgang mit Gefährdungsmeldungen neu vereinbart und verbessert. Gerade bei „Alarm-Fällen“ ist es wichtig, dass der zuständige Jugendamtsmitarbeiter auf jeden Fall erreichbar ist.
Im konkreten Verdachtsfall bewertet das Team des Jugendamts den Fall vor Ort anhand objektiver Kriterien. Dann wird entschieden: Entweder wird das Kind aus der Familie geholt oder es bleibt, wo es ist.
Zusätzlich arbeitet das Jugendamt schon seit etwa drei Jahren mit anderen Jugendämtern und dem Landesjugendamt Westfalen-Lippe zusammen.

