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Recklinghausen (om). „Dieses Jahr ist das Wasser ja nass, letztes Jahr haben wir es noch trocken eingefüllt“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Pantförder den Kindern bei der Stadtranderholung in der Mollbeck. Die gucken ungläubig. Trotz des Regenwetters ist Pantförder gut gelaunt – und nimmt die Sechs-bis Zwölfjährigen ein bisschen auf den Arm. Als sie den Spaß schließlich verstehen und laut loslachen, legt er gleich nach: „Gleich gibt es Spaghetti, aber wir sind zuerst dran und lassen Euch nix mehr übrig“, scherzt er, die Kids grölen vor Vergnügen. „Als ich so alt war wie Ihr jetzt, da bin ich schon im Sommer hier geschwommen“, verrät der erste Bürger noch.

Gemeinsam mit seinem Vize Volker Zerbst und Volker Hülsmann, Fachbereichsleiter der Stadt für Kinder und Jugend, ist der Bürgermeister in die Mollbeck zur Stadtranderholung gekommen, um den 50 ehrenamtlichen Helfern der Awo als kleinen Dank der Stadt Kaffee zu bringen und allen Kindern eine Nektarine. Danach geht es weiter zum Südbad, wo zehn Helfer tätig sind. Aufmerksam lässt Pantförder sich von Annemarie Lange alles erklären.

Seit über 50 Jahren ist die Vorsitzende des Awo-Stadtverbands unermüdlich für die Organisation der Stadtranderholung zuständig, diese Woche allein wurden 800 Kinder aus allen Stadtteilen betreut, 250 davon aus sozial schwachen Familien, die nichts zahlen müssen. Auch von den Helfern haben manche schon als Kinder bei der Ferienspaßaktion mitgemacht, jetzt geben sie etwas von dem Engagement zurück und passen selber auf die Kleineren auf.
Vom 30. Juni bis 31. Juli läuft die Aktion in der Mollbeck und im Südbad, und es gibt sogar noch freie Plätze, die wochenweise gebucht werden können. Interessierte melden sich unter Tel. (02361) 13469 direkt bei der Awo in der Mollbeck.

Lange wollte in diesem Jahr eigentlich die Federführung an ihre Stellvertreterin Valeria Kieseier und ihren Gatten Helmut abgeben, aber ein Krankenhausaufenthalt verhinderte den Start der Nachfolgerin. So ließ sich Lange, fast 80 Jahre alt, nicht lange bitten und greift noch einmal Helmut Kieseier unter die Arme, der „Mädchen für alles“ spielt und auch Musik für die Kinder macht.

Kieseier schwärmt dem Bürgermeister vor, dass das Mittagessen für Kinder und Betreuer aus der Kreiskantine super ist und berichtet, wo und wie gespart wurde: „Milch und Kakao holen wir bei Lidl und Plus, da sparen wir richtig.“ Für Saftkonzentrat habe er gleich zwei Läden leergekauft und von Awo-Geschäftsführer Uwe Hillebrandt einen Wagen für den Transport der Verpflegung „abgeschwatzt“.


