Dorsten (eib). Wie zufrieden die Dorstener mit der Arbeit von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst sind, das werden sie bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr zeigen. Aber wie zufrieden ist der Bürgermeister mit seiner Stadt und seiner Arbeit? Das Sonntagsblatt fragte nach: Glaubt er, dass die Bürger mit seiner Arbeit zufrieden sind?
„Die Zufriedenheit wächst in dem Maße, in dem die Bürger meine Arbeit kennen lernen“, zieht er nach neun Jahren im Amt Bilanz. „Die Menschen geben mir das Gefühl, sie akzeptieren meine Arbeit.“ Und das treffe auch auf die Dorstener Politiker zu: „Sie sagen mir, dass sie meine Arbeit schätzen.“
Nicht ganz zufrieden ist er mit dem, was er in den Jahren erreichen konnte. „Häufig kann ich nicht machen, was ich für richtig und wichtig halte.“ Die städtische Finanzlage lasse das nicht zu. Und auf Landesebene würden die Sorgen nicht ernst genommen. Daran müsse er dringend arbeiten. Das sei das größte Hindernis bei seinen Amtsgeschäften. Aber auch die Flut von Vorschriften und die überbordende Bürokratie, die es so schwer mache, in komplizierten Fällen eine sinnvolle Lösung zu finden.
14 Stunden tägliche Arbeitszeit, das sind mehr als 70 Wochenstunden – das ist das regelmäßige Pensum von Lambert Lütkenhorst. Und darüber hinaus ist er noch ehrenamtliche engagiert. Den Vergleich mit der freien Wirtschaft mag er nicht ziehen, auch dort werde in Spitzenpositionen sehr viel gearbeitet. Und die Bezahlung? „Die ist wohl eher schlechter als in der Wirtschaft.“ Aber „unterbezahlt“ fühle er sich deshalb nicht.
Die Zusammenarbeit mit dem Rat ist ihm „sehr wichtig“ und er ist mit den Dorstener Verhältnissen „sehr zufrieden“. Die eigene Partei helfe ihm dabei wesentliche Entscheidungen vorzubereiten.
Was glaubt der Bürgermeister, sei für sein Amt wichtig? Durchsetzungsfähigkeit? Sympathie? Sprachgewandtheit? Politische Visionen? Zu allem sagt Lütkenhorst uneingeschränkt ja. Fachwissen? Man kann nicht auf allen Gebieten Fachmann sein, dafür habe er seine Fachleute im Hause.
Und was sind die drei wichtigsten Eigenschaften für einen Bürgermeister? Auf Menschen zugehen können. Im Team arbeiten zu können. Kritikfähig zu sein und Kritik als Anregung aufnehmen zu können, zählt Lütkenhorst auf.
Er fühlt sich wohl in seinem Beruf, das zeigt er gerne. Am Ende seiner nächsten Amtszeit wäre er 67 Jahre, dann könnte er sich ein Aufhören vorstellen. Und was macht er, wenn er überraschenderweise nicht wieder gewählt würde? „Diese Frage habe ich nicht an mich herangelassen. Weil die Freude an der Arbeit, die Gesundheit und die Familie meiner nächsten Kandidatur nicht im Wege stehen, konzentriere ich mich auf weitere Jahre als Bürgermeister.“ Selbst wenn dem begeisterten Motorradfahrer auch in Zukunft die Zeit für sein Hobby fehlt.

