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Amphitheater für Sternengucker

FOTO: Mengedoht

Vest (sl). Auf der Halde Hoheward an der Stadtgrenze Herten/Recklinghausen setzt der Regionalverband Ruhr (RVR) zurzeit eines der spektakulärsten Projekte im Emscher Landschaftspark um: Das Horizont-Observatorium. Es stellt eine moderne Version prähistorischer Steinkreise wie Stonehenge dar. Es ermöglicht den Besuchern die Rückkehr zu der ursprünglichsten Art der Sternen-, Mond-und Planetenbeobachtung.

Das Bauwerk nach einer Idee des Leiters der Westfälischen Volkssternwarte Recklinghausen Dr. Burkard Steinrücken besteht aus einer kreisrunden, ebenen Fläche auf der Haldenkuppe von rund 95 Metern Durchmesser, einem in der Mitte abgesenkten Forum und zwei Halbkreisen aus Stahl mit einem Durchmesser von 90 Metern, die sich wie die Großkreise Meridian und Himmelsäquator über den Platz spannen. Von dem abgesenkten Forum aus breitet sich das Plateau der Halde in alle Richtungen wie ein künstlicher Horizont aus. Mit Hilfe von Peilmonumenten können dort Sommer-bzw. Wintersonnenwenden oder die Astronomischen Jahreszeiten oder auch Mondwenden beobachtet werden. Die alles überspannenden Bögen teilen den Himmel in Ost-und Westhälfte sowie in Nord-und Südhalbkugel ein und dienen so tagsüber als Sonnenkalender und nachts als Orientierungshilfe am Sternenhimmel.

Das Horizont-Observatorium wird voraussichtlich im Herbst fertig gestellt sein. Gleichzeitig mit dem Amphitheater für Himmelsbeobachter entstehen weitere 15 Kilometer Wanderwege an der Halde Hoheward. die an den steileren Stellen als Serpentinen verlaufen und gepflastert werden. Zudem werden weitere fünf Aussichtsbalkone gebaut, die an markanten Punkten einen eindrucksvollen Blick in die Umgebung bieten. In Planung ist auch eine Treppe, die vom ehemaligen Zechengelände Ewald bis zu einer zweistöckigen Aussichtsplattform in Höhe der Balkonpromenade führt. Die Plattform hat die Form eines Kubus.

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