
Haltern (om). „Ich hätte nicht gedacht, dass der Abend so interessant und lustig wird“, sagte eine der Teilnehmerinnen. Es war die Abschlussrunde des ersten Schulungsabends in Suchtvorbeugung. Der Caritasverband hatte alle Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschulen (OGS) aus Haltern eingeladen.
Hartmut Giese, der Referent der Schulung, freut sich über 53 Anmeldungen zum zweiteiligen Abendkurs. So musste er für das starke Interesse drei Parallelkurse aufstellen. „Das Engagement der MitarbeiterInnen, sich in Suchtvorbeugung fortzubilden, finde ich überwältigend“, reflektiert er die ersten Abende.
Inhaltlich geht es um Hintergrundwissen über Sucht und die Entstehungsbedingungen, aber auch ganz konkrete Möglichkeiten der Vorbeugung im Schulalltag. Denn die Mitarbeiter betreuen 491 Schüler, meist aus Grundschulen. Gerade hier haben sie gute Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklung.
„Die aktuelle Strategie der Suchtvorbeugung heißt: Kinder stark machen“, erklärt Giese, „je alltagskompetenter die späteren Jugendlichen sind, desto weniger haben sie den Eindruck, sich betäuben zu müssen.“ Und so vermittelt er den Mitarbeitern der OGS spielerische Methoden, um Alltagskompetenzen zu fördern. Es geht darum, eigene Gefühle zu erkennen und auszudrücken, Grenzen zu erkennen und einzuhalten, sich selbstbewusst zu vertreten, Teamfähigkeit und mehr.
Die lebensnahe Schulung ist so aufgebaut, dass die Mitarbeiter genau das mitmachen, was sie später anwenden können. Obwohl jeder Kurs fünf Stunden intensives Arbeiten beinhaltet, wünschten sich viele Teilnehmer des ersten Kurses eine weitere Zusammenarbeit.

