
Mit dem „Roten Ritter 2010“ hat die Aktion Kinder-Unfallhilfe das Marler Ampelmännchen-Diplom ausgezeichnet. Es ist eines von fünf bundesweiten Projekten, die jede mit 4.000 Euro für die Fortführung ihrer Arbeit belohnt wurden.
Mehr als 50 Beiträge wurden bei der ersten Ausschreiben des neuen Präventionspreises eingereicht, bei dem es darum geht, Kinder und Jugendliche vor Verkehrsunfällen zu schützen.
Das Marler „Ampelmännchen-Diplom“ schützt Grundschulkinder: „Kinder seid vorsichtig! Hier fahren eure Eltern“ – das selbst gestaltete Verkehrsschild, das vor einer Grundschule steht, ist Teil des Projektes. Die Marler Verkehrsplaner (allen voran Ullrich Lutz und Dr. Jürgen Göttsche) sind davon überzeugt, dass man „auch ein ernstes Thema wie die Verkehrssicherheit mit ein wenig Humor viel besser vermitteln kann“, und setzen sich seit Jahren intensiv dafür ein, die Kinder fit für den Straßenverkehr zu machen. Die Marler Verkehrsschulung ist in den Grundschulunterricht integriert. Um das Ampelmännchen-Diplom zu bekommen, müssen die Kinder diverse Lernstationen bewältigen – ein Bewegungstraining gehört ebenso dazu wie ein Fahrradparcours, eine Busschule und ein Fußgängertraining. Als Beifahrer sehen sie die Welt aus dem Blickwinkel der Autofahrer und erkennen die Risiken des toten Winkels beim Lkw. Außerdem werden die Kinder bei einer Fahrradreparatur dazu angeleitet, Wert auf funktionierende Bremsen und Beleuchtung zu legen. „Das Marler Ampelmännchen-Diplom ist ein Mobilitätskonzept mit hohem Lerneffekt – und damit preiswürdig für den ,Roten Ritter»“, fanden die Jury.
Gegründet wurde der gemeinnützige Verein „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.“ 1998 von Unternehmern und Verbänden des Straßenverkehrsgewerbes.

