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Gebühren in die eigene Tasche

Haltern. Über längere Zeit hat ein Halterner Ordnungsamt-Mitarbeiter offenbar überhöhte Gebühren kassiert und in die eigene Tasche gesteckt. Der Stadt sei „ein immenser Schaden“ entstanden, so Stadt-Pressesprecher Georg Bockey. Vermutungen, die Stadt habe den Vorfall verschleiern wollen, wies Bürgermeister Bodo Klimpel zurück.

Ein erster Verdacht sei der Stadtverwaltung am 9. August gekommen, teilte sie jetzt (rund sieben Wochen später) mit. Sofort hätten das Ordnungsamt, das Rechnungsprüfungsamt und das Hauptamt Ermittlungen aufgenommen. Als sich die ersten Anzeichen bestätigten, sei der Beamte sofort vom Dienst suspendiert und am 6. September ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Am 20. September habe die Stadt Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Essen gestellt.

Wie er die Gelder unterschlagen habe, dazu äußerte sich die Stadt nicht. Für die Erteilung von Schankkonzessionen, so heißt es, habe er Extra-Zahlungen angenommen. Juristisch wird dem Beamten Korruption vorgeworfen. Er hat sich krank gemeldet und Haltern verlassen.

In dieser Woche wurde der Rechnungsprüfungsausschuss (er tagt nicht-öffentlich) umfassend informiert.

Während der Bürgermeister unverbindlich von „Unregelmäßigkeiten“ spricht, spekuliert man in Haltern von einer hohen fünfstelligen Summe, die der Beamte zwar eingenommen, nicht aber an die Stadtkasse weitergeleitet hätte.

Die Staatsanwaltschaft Essen erklärte, sie sei inzwischen tätig geworden. Nicht aufgrund der Anzeige der Stadt, sondern vorher aufgrund einer anonymen Anzeige.

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