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Sonderzüge in den Tod

Dorsten. Die Deutsche Reichsbahn war durch die Deportation zahlloser Menschen unmittelbar am Holocaust beteiligt. Ohne den Einsatz der Eisenbahn wäre der systematische Mord an den europäischen Juden, Sinti und Roma nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen Menschen aus fast ganz Europa mit Zügen zu den nationalsozialistischen Vernichtungsstätten transportiert.

Die Wanderausstellung „Sonderzüge in den Tod“ der Deutschen Bahn AG will an das unermessliche Leid erinnern, das diesen Menschen zugefügt wurde. Sie zeigt Einzelschicksale von Kindern, Frauen und Männern, die von ihren Heimatorten in den Tod transportiert wurden. Überlebende schildern in Zeitzeugeninterviews die grauenvollen Zustände in den Zügen. Die fahrplanmäßige und betriebliche Durchführung dieser Transporte durch die Reichsbahn wird anhand von Dokumenten und Grafiken dargestellt.

„Sonderzüge in den Tod“ wurde von den Historikern des Bahn-Unternehmens in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin und dem Berliner Centrum Judaicum erstellt. Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten zeigt diese Ausstellung vom 15. Februar bis zum 2. März. Zur Ausstellungseröffnung am morgigen Sonntag um 11 Uhr hält Dr. Susanne Kill einen Einführungsvortrag. An diesem Tag ist der Eintritt kostenfrei.

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