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Stiftung für mehr Toleranz gegründet

Dorsten. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek überreichte jetzt im Beisein der Witwe des verstorbenen Paul Spiegel, Gisèle Spiegel, die Urkunde über die Anerkennung der „Stiftung-Paul-Spiegel-Berufskolleg – Stiftung für Demokratieverständnis und Toleranz“. Ziel der Stiftung ist, Bildung und Toleranz zu fördern.

Der Namensgeber des Berufskollegs, der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h. c. Paul Spiegel, setzte sich stets für Demokratie, Zivilcourage und Toleranz ein. Auch das Schulprogramm des Berufskollegs hebt als wichtiges Merkmal der Emscher-Lippe-Region hervor, dass Menschen verschiedener Herkunft zusammenwachsen und integriert werden. Diese Tradition sei fortzuführen und zu erhalten. Bereits in der Vergangenheit hat das Kolleg deshalb mehrfach an Aktionen wie „Wir zeigen Flagge“ und „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ teilgenommen und sich ebenfalls für Toleranz und Respekt im Umgang miteinander eingesetzt.

Das Eintreten für Menschenwürde, Toleranz und Demokratie soll noch weiter intensiviert und zu einem „Markenzeichen“ des Berufskollegs gemacht werden. Um diesen Gedanken konsequent zu verfolgen, gründete der Förderverein des Berufskollegs die Stiftung-Paul-Spiegel-Berufskolleg.

Die Arbeit der Schule wird durch einen Stiftungspreis ergänzt, der alle zwei Jahre vergeben wird. Dieser geht als Förderpreis an Einzelpersonen oder Einrichtungen, die sich herausragend für Toleranz und Demokratieverständnis einsetzen. Als Kulturpreis wird er in Form eines Wettbewerbs an Schüler verliehen, die mithilfe von Kurzfilmen oder Fotos einem Motto, das mit diesem Bereich zu tun hat, in besonders gelungener Weise Ausdruck verleihen.

Die Stiftung ist mit einem Anfangsvermögen in Höhe von 150.000 Euro ausgestattet und kann durch Zustiftungen und Zuwendungen erhöht werden. Die Stiftung-Paul-Spiegel-Berufskolleg ist die 68. im Kreis Recklinghausen.

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