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Recklinghausen (mc). Das Dauerbrenner-Thema „Recklinghäuser Arcaden“ lockte vergangene Woche zahlreiche interessierte Bürger in den großen Sitzungssaal des Rathauses. Etwa 250 Menschen ließen sich die Wirtschaftlichkeitsprognose durch Gutachterin Birgitt Wachs erklären. Sie erklärte, dass durch das abgespeckte Arcaden-Projekt (statt 35.000 Quadratmetern stehen jetzt rund 30.000 Quadratmeter in der Planung) etwa 96 Mio. Euro Gesamtumsatz zu erwarten sind. „Davon werden etwa 40 Millionen in der Stadt umverteilt, 56 Millionen kommen neu hinzu“. Sie schrieb den Investoren und Planern aber deutlich ins Stammbuch, „dass junge Mode und innovative Trendmarken in Recklinghausen deutlich unterrepräsentiert sind. Wenn Sie junge Leute in der Stadt halten wollen, müssen Sie das bei ihren Planungen berücksichtigen.“ Auch prognostizierte sie, dass die Branchen Bücher, Textil-, Schuhe und Lederwaren in der Stadt einen Einbruch werden hinnehmen müssen.
Die Zuschauer nahmen die Berichte der Gutachterin und die Ausführungen des Architekten teilweise begeistert auf. Kritische Anmerkungen gab es aber dennoch zur Fassadenplanung, Anordnung der Eingänge und zur Verkehrsanbindung. Auch die Größe des Projekts stand im Mittelpunkt der Kritik. Dieser versuchte mfi-Vertreter mit der Erklärung entgegenzutreten, dass es unmöglich sei, neues Geld in die Stadt zu holen, mit einer Verkaufsfläche von 10.000 oder 15.000 Quadratmetern. „Damit würden wir nur umverteilen, was eh schon in der Stadt ist und keine neuen Kunden anziehen.“
Insgesamt zeigte sich das Publikum beeindruckt von den Plänen, die im ersten Quartal 2009 verwirklicht werden sollen.

