
Bild: Gisela Brauckmann und Bürgermeister Werner Arndt
Marl. Die Stadt hat eine weitere Trägerin der Stadtplakette – die höchste Auszeichnung, die Marl zu vergeben hat. Am Dienstag wurde Gisela Brauckmann auf einer Sondersitzung des Rates die Bronze-Tafel überreicht, zugleich trug sie sich ins Goldene Buch der Stadt ein.
Nach Julie Kolb und Gisela Bueren, die beide bereits verstorben sind, ist Gisela Brauckmann erst die dritte Frau (von 17 Plakettenträgern), die seit 1964 so geehrt wurde.
Über die CSU sei die SPD-Politikerin Mitte der 60er Jahre in die Politik gekommen, mit dieser Information überraschte Bürgermeister Werner Arndt in seiner Laudatio die Zuhörer im Ratssaal. Hinter der Abkürzung verbarg sich die Christliche Schulunion, die sich damals für eine Gemeinschaftsgrundschule in ihrem Stadtteil Drewer-Süd einsetzte. Wenig späte fand sie ihre politische Heimat in der SPD, 1969 kam sie in den Rat, wo sie bis 1999 wirkte, von 1989 bis 1994 war sie stellvertretende Bürgermeisterin. Sie engagierte sich im Jugendhilfeausschuss, kümmerte sich um das HoT Hagenbusch, übernahm eine Spielplatzpatenschaft und ist noch immer als sachkundige Bürgerin in zwei Ratsausschüssen tätig, seit 2004 ist sie stellvertretende Vorsitzende im Seniorenbeirat.
2003 wurde sie zur ersten Ehrenvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Marl. Ihr Engagement im SPD-Bezirk Westliches Westfalen würdigte ausführlich der Ehrenvorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus im Landesbezirk NRW, Gerhard Kompe.
„Mein Leben war geprägt durch Politik und Ehrenamt“, erinnert sich Gisela Brauckmann (74). Makibu, Verbraucherberatung, Inselfreunde, Pro Familie, Frauen helfen Frauen und das Forsthaus Haidberg seien wichtige Stationen gewesen. „Unsere Stadt braucht diese Einrichtungen. Sie sind unverzichtbar.“

