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Das Wohnungskarussel dreht sich weiter

Recklinghausen. Seit mehreren Wochen kursierten Gerüchte, dass die Babcock & Brown sich von ihren Häusern trennen will, jetzt haben es einige Mieter schriftlich: der neue Eigentümer der von ihnen gemieteten Wohnungen ist die Bonny 35 GmbH & Co. KG.

Angefangen hatte die Misere für die Mieter bereits in den 80er Jahren, als die Städtische Wohnungsgesellschaft meinte, kein Geld mehr für die Instandhaltung der betroffenen Häuser zu haben. Im Oktober 2004 wurden dann 790 Wohneinheiten für 17 Millionen an die Essener Ruhrboden verkauft. Diese verhielt sich wie ihre Vorgängerin, unternahm also nur das absolut Notwendigste und ließ die Häuser ansonsten vor sich hingammeln. Ab August 2007 übernahm die australische Babcock & Brown Wohnungsgesellschaft, vertreten durch die Treubau Verwaltung, sowohl die Häuser als auch das Prinzip des minimalen Einsatzes. Einige betroffene Mieter organisierten sich, gründeten eine Mieterinitiative, luden ein zu Treffen mit Vertretern der politischen Parteien, baten die Stadtverwaltung um Hilfe (das Sonntagsblatt berichtete). Vielen Worten folgten wenige Taten.

Wenn ein Mieter der Verwaltung einen Mangel meldete, wurde dieser behoben oder auch nicht. Im zweiten Fall half oft nur das Mindern der Miete. Deshalb waren viele Mieter sehr erstaunt, als die Verwaltung vor ein paar Wochen Schrott und Gerümpel aus nicht genutzten Wohnungen und Kellerräumen sowie -gängen entfernen ließ. Als dann auch noch der Gartendiest aktiv wurde, dachten viele: “Diesen Aufwand betreiben die doch nur dann, wenn ein potentieller Käufer sich die Häuser ansehen will.“

Sie dachten richtig.

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