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Skulpturen-Museum sorgt sich um seine Zukunft

Marl. Das Skulpturen-Museum, eine Einrichtung von nationaler bis internationaler Bedeutung, steht vor einer unsicheren Zukunft. Nachdem der Erweiterungsbau auf unbestimmte Zeit verschoben ist, geht es plötzlich um die Leitungs-Frage: Wie geht es weiter, wenn Dr. Karl-Heinz Brosthaus ausscheidet?

Die Zukunftsfrage hängt – wie nicht anders zu erwarten – mit Geld zusammen. Die Museumsleitung, eine von 865 Stellen im Marler Rathaus, wurde zu einem zentralen Thema bei der Verabschiedung des Haushaltsplanentwurfes 2010 mit einem Defizit von 37 Millionen Euro.

Marl muss Sparbemühungen zeigen, 20 Millionen in den nächsten vier Jahren. Das hat man der Kommunalaufsicht zugesagt und damit die Zusage für die Finanzierung der Sozialen Stadt Hüls-Süd erhalten.

Muss deshalb die 2011 frei werdende Stelle des Museumsleiters ganz gestrichen werden? Nachdem Dr. Uwe Rüth den Ruhestand erreicht hatte, übernahm sein Stellvertreter Dr. Brosthaus kommissarisch die Leitung. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes wird der vorzeitig ausscheiden. Zwar hat die Stadt die Stelle mittlerweile ausgeschrieben, doch noch nicht wieder besetzt. Man wollte den Aufsichtsbehörden kein schlechtes Zeichen geben.

Oder ist es doch das falsche Zeichen? Der Förderverein Habakuk unterstützt das Museum jährlich mit 100.000 Euro. Doch wenn hier nur ein Bestand „verwaltet“ wird statt Kunst zu präsentieren und Akzente zu setzen, dann könnte das Engagement in sich zusammenfallen. Reicht es, wenn der Kulturbereich insgesamt umstrukturiert wird?

Der Bürgermeister sprach im Rat ein Machtwort: „Das Museum steht nicht zur Disposition. Es ist ein gut geführtes Museum und gute Ausstellungen steigern seinen Wert sogar. Deshalb brauchen wir eine ordentliche Führung.“ Die Streichung der Stelle wurde abgelehnt. Die erhält nur einen Sperrvermerk (Freigabe erst durch den Haupt- und Finanzausschuss).

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