Werbe hier
Veröffentlicht in

Statt 500.000 nur 1.700 DM für Straßenbau bezahlt

FOTO: Kübber

Haltern (rk). Viele neue Geschäfte haben sich im Laufe der Jahre in der Rekumer Straße angesiedelt, und auch ansonsten hat sich dort sehr viel verändert. „Früher war das eine Einbahnstraße. Am 5. Dezember 1970 wurde sie zur Fußgänger-und Einkaufsstraße“, weiß der Halterner Heimatforscher Franz Luermann zu berichten.

Es sei aber zunächst nur der Verkehr gesperrt worden und der Umbau und Ausbau zu einer Fußgängerzone sei erst 1974 erfolgt. Zu diesem Ausbau wurden auch die Anlieger herangezogen, „praktisch nur die Geschäftsleute“, die sich mit insgesamt 112.000 DM an den Kosten beteiligen mussten.

Im Jahre 2000 wurde roter Klinker gelegt, unterbrochen von Bändern aus Granit, es wurden neue Straßenlaternen und Bänke aufgestellt und noch zehn Bäume angepflanzt, so die Informationen aus den Aufzeichnungen des Heimatforschers. Der übrige Innenstadtteil war schon mit rotem Klinker gepflastert.

Mit einer ausführenden Straßenbaufirma hatte die Stadt Haltern einen Rechtsstreit. Dabei ging es um 500.000 DM Kosten, welche die Stadt nicht zahlen wollte. Schließlich entschied das Landgericht Essen im Jahre 2001: Statt der geforderten 500.000 DM hatte das Bauunternehmen dann nur noch 1.700 DM von der Stadt Haltern zu bekommen.

„2001 ist am nördlichsten Punkt am Rekumer Tor das Lohmännken-Denkmal vom Heimatverein und der Senioren-Union aufgestellt worden, das der holländische Künsterl Jan Willem te Kulve erstellt hatte.“ Und weitere interessante Informationen von Franz Luermann aus älteren Zeiten: Im Krieg wurden viele Häuser der Rekumer Straße zerstört, insbesondere in der unteren Rekumer Straße, vom Rathaus angefangen. An der Sixtus-Kirche entstanden durch die Druckwellen Fensterschäden.

Früher sprach man auch schon mal von der „Rekenberger Straße“, die zu den Rekener Bergen führte. Seit 1825 ist dann im Urkataster die Eintragung „Rekener Straße“ zu finden.

Werbe hier