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Hochhäuser sind schon fast leer

Marl (eib). Die Kündigungen sind längst ausgesprochen, drei der Neuma-Hochhäuser am Ovelheider Weg in Marl Hüls sind sogar schon zu 80 Prozent leer: Die „Überarbeitung“ des Stadtteils hat bereits konkrete Formen angenommen.

Neuma-Geschäftfsführer Dr. Hartmut Benecken kündigte an, dass die problematischen Gebäude im Sommer abgerissen würden, im Herbst werde man schon mit dem Bau von 104 neuen Wohnungen beginnen: bedarfsgerechte kleine, preiswerte Wohnungen. In zwei bis drei Jahren wolle man auch die Hochhäuser um die Ecke, an der Max-Reger-Straße angehen.

Natürlich haben die „alten“ Mieter auch ein Rückkehrrecht – und könnte das nicht dazu führen, dass dann auch wieder die alten Probleme in die Siedlung einziehen? Das erwartet der Neuma-Geschäftsführer nicht. Statt eines anonymen Hochhauses würden künftig sechs bis acht Familien in Häusern zusammengefasst, außerdem habe die Stadt ein Belegungsrecht und somit könnte die Mieter-Zusammensetzung beeinflusst werden.

Noch einen großen Schritt von der praktischen Umsetzung entfernt ist die Stadt mit ihren eigenen Projekten (im Rahmen der Sozialen Stadt). Zwar seien insgesamt 1,368 Millionen Euro als Zuschüsse genehmigt worden, doch für 2008/09 seien davon nur 250.000 Euro freigegeben worden und nicht die erwartete eine Million. Was dazu führt, dass das meiste Geld in die Entwicklung von Konzepten und Studien fließt und die ersten Projekte noch keinen räumlichen Ankerpunkt haben (der eigentlich das umgebaute, frühere Lehrschwimmbecken der Martin-Luther-King-Gesamtschule werden sollte). Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka erklärte, man denke in der Verwaltung darüber nach, ob nicht der Umbau zu einem Nachbarschaftszentrum als „vorgezogene Maßnahme“ noch in diesem Jahr begonnen werden könnte.

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