
Marl. „Endlich!“ freuensich viele Lehrer, Schüler und Eltern am Doppelgymnasium ASG/GSG. Dort wurde in dieser Woche erstmals Karsten Neumann begrüßt, der ab sofort die in den Sommerferien errichtete Fahrradwache führt und in Notfällen den Schülern der Gymnasien ihre defekten Räder wieder instandsetzt. Neumann verfügt über reichlich Erfahrung aus seiner Tätigkeit bei der Alten Schmiede, wohnt fußläufig in der Nähe der Schulen und ist „die erhoffte Idealbesetzung“.
Damit findet der lang ersehnte Wunsch besonders der Eltern nach einer sicheren Serviceleistung für den eigenständigen Schulweg ihrer Kinder seinen erträumten Abschluss. Mit dem Fachneubau des Doppelgymnasiums hätte es auch ein aufwändiges Gebäude zur Aufbewahrung der Fahrräder geben sollen. Doch das teure Projekt fiel dem bekannten Baustopp städtischer Projekte vor drei Jahren zum Opfer.
Die Eltern wollten sich mit dem Bruch des jahrelangen Versprechens der Stadt nicht abfinden und fassten den Entschluss, selbst die Errichtung einer Wache zu finanzieren und blieben in den vielen Gesprächen mit Vertretern städtischer Ämter hartnäckig. Durch die finanzielle Beteiligung der Fördervereine beider Schulen, welche die Hauptkosten trugen, und die Zusicherung beider Schulkonferenzen, durch Elternbeiträge für die Personalkosten aufzukommen, sah der Stadtbetrieb Immobilienwirtschaft die Voraussetzung für die Errichtung einer Fahrradwache gegeben.
Die Vereine der Freunde und Förderer des GSG und des ASG konnten die Stadt auch für zusätzliche Fahrradabstellplätze sensibilisieren, die das Amt für Planung und Umweltschutz generell aus Unfallschutzgründen vom Schulhof entfernt und aufgestockt wissen wollte. So gibt es nun außer den Fahrradkellern und dem „Cubus“ mit der neuen Containerwache eine ebenfalls neue, überwachbare Abstellfläche mit zusätzlichen 120 neuen Fahrradständern, die aber um das Doppelte erweitert werden können.

