Dorsten. Die CDU-Ratsfraktion und der CDU-Arbeitskreis „Trauern und Friedhöfe“ loben ausdrücklich die Verwaltung für die gute Vorlage zur Weiterentwicklung der Friedhofssatzung für den nächsten Bauausschuss. „Da es sich um ein sehr wichtiges Thema handelt, wollen wir uns ausreichend Zeit nehmen, um über die Vorschlage der Verwaltung zu beraten, und dann entscheiden“, so Werner Niermann, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender und Arbeitskreisleiter.
Im Bauausschuss werde die CDU-Fraktion daher beantragen, den Tagesordnungspunkt zu verschieben. Allerspätestens im Februar soll dann die Entscheidung aber im Ausschuss getroffen werden.
Inhaltlich habe sich bei der Union klar herausgebildet, was Bestattungsformen angeht. „Es gibt klare ethische Grenzen. Diese Grenzen werden wir als Christdemokraten nicht überschreiten, weil es nach unserer Meinung mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar ist“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Grundsätzlich gelte für die Christdemokraten, dass die Würde des Menschen auch nach seinem Tod gewahrt bleiben müsse. „Ein einfaches Ausstreuen von Asche wie in den Niederlanden können wir uns kaum vorstellen“, so Bauausschussvorsitzender Hans Fromm (CDU).
Der zweite wichtige Punkt sei die Bezahlbarkeit von Bestattungen. „Die normale Erdbestattung darf nicht zum Luxus werden und muss weiterhin bezahlbar bleiben“, so Niermann. Auch daher sei eine Anpassung der Friedhofssatzung fällig. Die jüngsten notwendigen Gebührenerhöhungen bei der bestehenden Satzung hätten das noch einmal deutlich gemacht.

