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Wird Ralf Moeller neuer NRW-Ministerpräsident?

Recklinghausen (sl). Wer sich die Karrieren von Arnold Schwarzenegger und Ralf Moeller anschaut, stellt verblüffende Gemeinsamkeiten fest: Beide waren erst Bodybuilder und später Schauspieler, beide engagieren sich sozial. Moeller seit Jahren in Deutschland mit seiner Aktion „Starke Typen“, Schwarzenegger zuvor mit einer vergleichbaren Kampagne in Kalifornien. Doch in den vergangenen Jahren gingen die Lebenswege der beiden Freunde auseinander: Schwarzenegger ist erfolgreicher Gouverneur von Kalifornien – Moeller brachte es gerade einmal zum Wahlkampfhelfer von Angela Merkel.

Das soll nun anders werden. Moeller läuft sich warm für seine politische Karriere in Deutschland. Dem sympathischen Recklinghäuser ist die Politik hierzulande zu trist und zu langsam. Mit dieser Einschätzung steht der US-Tempo gewöhnte Mime indes nicht alleine da: Politik gilt allgemein als fade und Politiker als selbsbezogen. Gerade einmal noch 7 Prozent der Bevölkerung haben Respekt vor der politischen Klasse. Ein eher mauer Wert.

Glaubt man einer Titelgeschichte im Kultur-Spiegelm hat Moeller nun ein politisches Ziel ausgemacht: den Posten des Ministerpräsidenten von NRW. Immerhin ist es das einwohnerstärkste Bundesland und damit das Gegenstück zu Kalifornien, nur mit etwas mehr Nieselregen. Zum Botschafter Recklinghausens hat ihn Bürgermeister Pantförder schon einmal ernannt, ein erster Schritt.

Doch der Weg zur Macht im Land ist noch weit – zumal Moeller in keiner Partei ist. CDU-Chef Josef Hovenjürgen würde ihn sofort nehmen: „Wir brauchen in der Politik kraftvolle Menschen“, so der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende und schränkt gleich ein: „Und in Ministerpräsident Jürgen Rüttgers haben wir ja eine kraftvollen Menschen an der Spitze des Landes stehen.“

Doch Hovenjürgen will sich nicht über Moeller lustig machen: „Ich findes es gut, wenn Menschen sich politisch engagieren wollen – und das gilt auch für alle, die im Showgeschäft sind. Wenn er es ernst meint, begrüße ich das.“ Und dann hat er noch einen Rat an Moeller: „Er sollte in die richtige Partei eintreten.“

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