
Herten. 20 kleine Bauarbeiter halfen Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, Stadtkämmerer Cay Süberkrüb und KiKo-Leiterin Elke Hanisch beim ersten Spatenstich zum neuen KiKo-Bau in Langenbochum. Ausgerüstet mit Mini-Spaten, gelben Helmen und Gummistiefeln buddelten die Vorschulkinder fleißig los. Uli Paetzel ist sicher: „Wenn die großen Bauarbeiter auch so tatkräftig anpacken, wird der KiKo-Neubau schnell fertig.“
Die Stunden nach Bekanntwerden der Schadstoffbelastung seien schwer gewesen, erinnert sich der Bürgermeister. „Umso mehr freuen wir uns jetzt auf ein 600 Quadratmeter großes Familienzentrum, das wichtige Impulse für den ganzen Stadtteil geben wird.“ Schulungen, Betreuung der Null-bis Dreijährigen oder Elternarbeit sollen im KiKo noch mehr gefördert werden.
Der neue Bau wird direkt hinter dem alten Gebäude errichtet. Nachdem 2006 die PCB-Belastung festgestellt wurde, traf die Stadt Sicherungsmaßnahmen. Sperrlack und Grundreinigungen konnten jedoch nur die Übergangslösung sein. Da eine Generalsanierung unwirtschaftlich gewesen wäre, beschloss der Stadtrat im November 2007 den Neubau des Kindergartens.
Wo jetzt noch die Kinder mit Gummistiefeln durch den Matsch rennen, rollen bald die Bagger, um das Familienzentrum zu errichten. In einem Jahr soll es fertig sein. Die Bauarbeiten werden die Kinder innerhalb einer Projektarbeit begleiten. Die Baukosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Derzeit hofft die Stadt noch auf die Übernahme eines Teils der Kosten durch das Land NRW.

