Marl (fk). Einmal „echte Irre“ besuchen, das ist der Wunsch von Gutsbesitzer Klapproth. Da trifft es sich ja gut, dass sein Neffe ein hochkarätiger Psychiater ist und in einer Irrenanstalt arbeitet. Als er ihm seinen Besuch ankündigt, verliert der Neffe fast die Fassung, schließlich ist er nur Kellner in einer Pension, und das mit dem Psychiater war ein dummes Missverständnis. Doch das sei kein Problem meint sein Freund, die meisten Gäste der Pension würden in einer Anstalt nicht weiter auffallen.
Na, wer hat es erkannt? Richtig, es handelt sich um die „Pension Schöller“, von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby. Das Stück hat auf Volksbühnen schon seit über 100 Jahren Tradition und bietet neben einer urkomischen Geschichte auch noch viel Platz für Improvisation. So hat jede Aufführung noch einmal ihren ganz eigenen Charakter.
Für eingespielte Theatergruppen und vor allem für das Publikum ideal und unterhaltsam. Das hat sich auch die „Theaterspielgruppe St. Georg“ gedacht. Die 13-köpfige Theatergruppe mit Mitgliedern im Alter von 13 bis 75 spielt jetzt schon seit fast sieben Jahren zusammen und fast immer vor ausverkauftem Haus.
Anfang März haben die Proben begonnen, und die Schauspieler glänzen in ihren Rollen. „Sie sind ein eingespieltes Team, und das merkt man auch, wenn sie auf der Bühne stehen“, meint Regisseur Heinz-Ulrich Tenkotten lächelnd.
Nur zwei Aufführungen wird die Laienbühne bieten. Am 21. und 22. November jeweils um 20 Uhr können die Zuschauer sich selbst ein Bild von der „irren“ Pension Schöller machen. Stattfinden wird das alles im Pfarrhaus der St. Georgs-Kirche. Da im Vorverkauf schon fast alle Karten verkauft wurden, gibt es nur noch die Möglichkeit über die Abendkasse, welche zu ergattern. Erwachsene müssen 7 und Kinder 5 Euro bezahlen, im Preis ist aber auch schon ein Getränk mit einbegriffen.

