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Die Spielplatzpiraten schlagen in Sinsen zu

FOTO: Mengedoht

Marl (eib). Vor mehr als 30 Jahren war es das „Renommierstück“ des Jugendamtes, nach einer Renovierung sollte an diese Glanzzeit angeschlossen werden – doch die Sache läuft ganz anders, junge Erwachsene haben offensichtlich das Ruder auf dem Spielplatz Goldregenstraße übernommen. Seitdem gibt es Stress in der Nachbarschaft.

Der Vorsitzende der Spielplatzkommission, Peter Wenzel, hat sich nun in einem Brandbrief an Jugendamtsleiter Volker Mittmann gewandt: „Meines Erachtens sind die Beschwerden der Familien und der Anwohner sehr ernst zu nehmen.“ Hier herrsche ein hohes Maß an Toleranz, das nicht gefährdet werden dürfe.

Immerhin hat der Spielplatz Tradition und war mal mit einer eigenständigen sozialpädagogischen Betreuung angefangen. Ein Jahrzehnt haben die Obersinsener (und der SPD-Ortsverein Obersinsen) sich für den Spielpatz eingesetzt, bevor Jugendhilfeplaner Dierk Dümeland, die Kinder-und Jugendbeauftragte Magdalene Ostermann sowie die betroffenen Kinder an die Neugestaltung des ehemaligen Abenteuerspielplatzes gingen. Die Grundschule und der Kindergarten Wirbelwind brachten ihre Bedürfnisse ein und alles schien auf dem besten Weg, um den „bösen Spielplatzpiraten“ entgegen zu wirken, die sich nicht um Sauberkeit und Ordnung kümmern.

Doch schon vor der Freigabe des neuen Platze hätten Jugendliche und junge Erwachsene die Spielgeräte in Beschlag genommen und Kinder daran gehindert, den Spielplatz zu nutzen, beklagt Peter Wenzel. Erwachsene, die für Kinder das Wort ergriffen, sollen übel beschimpft worden sein. Zudem habe sich die bereits seit längerem bekannte Problematik des nächtlichen Lärms verschärft.

Jugendamtsleiter und der Vorsitzende der Spielplatzkommission wollen nun gemeinsam die Situation in Augenschein nehmen und gleich Fachleute hinzuziehen.

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