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Festnahme nach jahrelanger Raubserie im Ruhrgebiet

Vest/Region. Nach jahrelangen intensiven Ermittlungen ist der Polizei Recklinghausen ein entscheidender Durchbruch gelungen. Wie die Polizei heute bestätigt, konnte ein 42-jähriger Mann, der im Verdacht steht, eine Serie von Raubüberfällen begangen zu haben, in Gladbeck festgenommen werden. Die Ermittlungskommission „Ladenschluss“ rechnet dem Tatverdächtigen derzeit 71 Taten zu, die vor allem Supermärkte und Lebensmitteldiscounter in der Region betreffen.

Der Mann, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, hielt sich zuletzt in einer Wohnung in Dorsten auf. Bei Durchsuchungen konnten dort Beweismittel sichergestellt werden, deren Auswertung aktuell noch andauert. Derzeit sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft.

Mit dem E-Bike zum Raubüberfall

Die Raubserie erstreckt sich über den Kreis Recklinghausen und die Stadt Bottrop, zudem werden dem 42-Jährigen weitere Taten in Gelsenkirchen und im Kreis Wesel vorgeworfen. Nach bisherigen Erkenntnissen betrat der Täter die Geschäfte jeweils kurz vor Ladenschluss, bedrohte das Kassenpersonal mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Ging die Übergabe nicht schnell genug, öffnete er die Kassen gewaltsam mit einem Werkzeug. Anschließend floh er mutmaßlich auf einem E-Bike, wie auch nach der Festnahme in Gladbeck ein sichergestelltes Bike in Tatortnähe nahelegt.

Der entscheidende Durchbruch kam am Freitagabend, dem 23. Oktober 2026, als der maskierte Mann einer Polizeistreife aufgefallen war. Nach kurzer Flucht konnte er festgenommen werden. Nahezu zeitgleich war eine Meldung über einen Raubüberfall auf ein Tiernahrungsgeschäft in Gladbeck eingegangen.

Bereits 2023 war die Ermittlungskommission (EK) „Ladenschluss“ gegründet worden, um die Vielzahl zunächst einzeln bearbeiteter Fälle zusammenzuführen. Öffentlich war auch mit Unterstützung der Sendung „Aktenzeichen xy… ungelöst“ nach dem Täter gefahndet worden.

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