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Sterne sollen für Gerechtigkeit leuchten

Re (sl). Eine Million Sterne für Recklinghausen – nein, ganz so viele werden es wohl nicht: „Wir bereiten 600 Kerzen vor, die wir auf dem Rathausplatz bereitstellen“, lacht Silvana Gemma von der Caritas in Recklinghausen. Erstmals führt der Wohlfahrsverband die Aktion „Eine Million Sterne“ in Recklinghausen durch. 60 Städte werden sich beteiligen -zum Teil mit einer mehrjährigen Traditon, denn die Aktion „Eine Million Sterne“ wird im Rahmen von „Caritas für Caritas“ veranstaltet. Mit der Aktion will Caritas international zusammen mit den Ortsverbänden einen Anlass schaffen, der Solidarität und Verbundenheit der Menschen in Deutschland und in aller Welt erlebbar macht.

„Wir alle sind Zeugen einer zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft. Die Solidarität schwindet, zum Beispiel zwischen Reichen und Armen. Mit der Aktion »Eine Million Sterne« wollen wir ein Zeichen setzen für Solidarität, für eine gerechte Welt, gegen Armut und Ausgrenzung“, so Gemma. Die Aktion wird jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit in mehreren europäischen Ländern durchgeführt. Auch in Deutschland beteiligen sich bundesweit Städte und Gemeinden.

Dazu werden am Aktionstag bedeutende Plätze oder Gebäude mit wetterbeständigen und lang brennenden Außenkerzen illuminiert. Gleichzeitig erfolgt ein Aufruf zur Solidarität – in Recklinghausen verbunden mit der Bitte um eine Spende. „Wir wollen diese schöne Aktion zum Anlass nehmen, auch um Spenden für benachteiligte Jugendliche zu bitten.“ »Achten statt Ächten« lautet die Caritasjahreskampagne 2008. „Mit diesem Motto soll auf die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht und gleichzeitig Spenden für entsprechende Projekte gesammelt werden“, so Gemma.

Für jede Spende gibtes eine symbolische Kerze – ein Lesezeichen. Wenn die Aktion erfolgreich ist, so Silvana Gemma, kömmte sie künftig in Recklinghausen jährlich stattfinden.

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