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Krankenhaus-Fusion ist gestoppt

Marl/Recklinghausen (eib). Schock in Marl: Die Krankenhausfusion liegt erst einmal auf Eis und wenn alles schlecht läuft, wird aus dem Zusammenschluss aus Paracelsus-Klinik Marl und Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen überhaupt nichts. Das Recklinghäuser Prosper-Hospital hat Klage vor der Vergabekammer in Münster eingereicht und damit das ganze Vorhaben erst einmal gestoppt.

Hintergrund: In dem Fusionsvertrag darf nichts über eine Baukonzeption stehen, sonst hätte man das Verfahren europaweit ausschreiben müssen. Tut es auch nicht, betonte die Bürgermeisterin im Rat. Deshalb wolle man kurzfristig mit dem Prosper-Hospital reden, damit die Klage zurückgenommen wird. Sollte das nicht klappen, wird es bis zur Entscheidung noch einmal fünf Wochen dauern und die Fusion frühestens zum 1. September möglich sein.

Aufregung bei CDU und SPD: Warum die Bürgermeisterin das denn nicht im Krankenhausausschuss gesagt habe? Das habe sie nicht für wichtig gehalten, so ihre Auskunft.

Die CDU warf Uta Heinrich vor, das Prosper-Hospital überhaupt erst auf die Idee gebracht zu haben, gegen die Fusion vorzugehen, denn sie habe alle erfolglosen Bewerber genau informiert. Das habe sie auf Anraten der Düsseldorfer Kanzlei getan, erklärte sie.

Der Berater der Stadt, Rudolf Pezely, wurde von der CDU sozusagen in den Zeugenstand gerufen und widersprach. Er habe ihr nicht zugeraten, ein beteiligter Anwalt aus Düsseldorf habe das genau so gesehen.

Pezely geht aber nicht davon aus, dass die Klage Erfolg hat, doch die damit verbundene Zeitverzögerung füge der Stadt finanziellen Schaden zu.

Probleme machte den Politikern der Wunsch der Personalvertretung des Krankenhauses über ein Rückkehrrecht, der erst kurz vor der Sitzung auf dem Tisch lag. Der Personalratsvorsitzende der Klinik, Surinder Partap, konnte ausführlich den Wunsch der Belegschaft begründen, doch die Politik wollte erst den Vertrag lesen und baute sich deshalb in den Ratsbeschluss eine Vorbehaltsregelung ein. Hintergrund: Es geht um eine Rückkehr-Möglichkeit, wenn die neue Klinikum Vest GmbH Pleite gehen sollte.

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