
Marl (eib). Jetzt ist es „amtlich“: Die Schule an der Westfalenstraße heißt nun „Scharounschule“. Ein großformatiges Schild erinnert an den Erbauer und Namensgeber, den berühmten Architekten Hans Scharoun, vielen als Erbauer der Berliner Philharmonie bekannt. Ab dem 15. Mai wird sie im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe stehen, zu der eine Fachtagung und eine Ausstellung zur Schularchitektur von Hans Scharoun sowie Exkursionen zu sehenswerter Architektur in Marl gehören.
Die Marler Schule ist eine von zweien, die nach Plänen von Scharoun gebaut wurde und die pädagogische Ideen seiner Architektur besonders anschaulich verdeutlicht: nämlich möglichst optimale räumliche Voraussetzungen zu bieten für das Lernen und kreative Schaffen in der Gemeinschaft.
Das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude war 1970 fertiggestellt worden und diente als Grund-und Hauptschule, dann stand sie jahrelang leer und als die Frage nach der Weiterverwendung gestellt wurde, erwog man gar den Abriss. Ein Initiativkreis kümmert sich seither um den Erhalt.
Inzwischen ist hier die städtische Musikschule untergebracht, später (nach der Sanierung) soll die Aloysius-Schule hierhin umziehen. An einem Gesamtkonzept für das Gebäude wird noch gearbeitet. Die sieben Millionen Euro teure Sanierung wird entscheidend vom NRW-Bauministerium unterstützt.
Ein Programmheft für die Veranstaltungen vom 15. Mai bis 13. Juni liegt im Stadtinformationsbüro i-Punkt und im Rathaus aus und kann im Internet unter www.marl.de/aktuelles gelesen werden.

