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Lärmentwicklung auf der L551

Haltern (rk). Über die Anliegerbeschwerden wegen größerer Fahrgeräusche auf der L551 zwischen Silbersee und Drügen Pütt gaben Manfred Kiewaldt, Projektleiter für Bundes-und Landesstraßen in der Regionalniederlassung Ruhr des Landesbetriebs Straßenbau NRW in Bochum und Thomas Straub, Leiter der Straßenmeisterei in Marl, dem Sonntagsblatt Auskünfte. Viele Autofahrer, die den Straßenabschnitt zwischen Silbersee und Drügen Pütt befahren, fragen sich wohl, warum das Fahrgeräusch auf diesem neuen Fahrbahnbelag so hoch ist.

„Dort haben wir im letzten Jahr eine sogenannte Oberflächenbehandlung gemacht. Die wird dann durchgeführt, wenn wir merken, dass etwa die Oberfläche gerissen ist oder Unebenheiten aufweist. Das ist eine technisch-normierte gängige Behandlung“, erklärt Kiewaldt. Es gebe vorerst keine Komplettsanierung der L551. „Das liegt an den insgesamt zu geringen Mitteln, die uns für die Erneuerungen zur Verfügung stehen. Wir würden gerne mehr machen, aber uns sind dadurch die Hände gebunden.“ Die Erneuerungsmaßnahmen werden daher priorisiert. Und wir arbeiten nach diesem Katalog die Prioritäten ab.“

Schließlich seien im gesamten Zuständigkeitsbereich der Regionalniederlassung Ruhr von Krefeld bis Soest und Haltern bis Hattingen ungefähr 300 Kilometer Bundesstraßen und knapp 500 Kilometer Landesstraßen zu betreuen.

Im letzten Jahr sei diese Oberflächenbehandlung durch einen sogenannten Einbauzug erfolgt, wobei ein Lkw mit Hänger das Material direkt beigebracht habe. „Dabei wurde eine bituminöse Schlämme aufgebracht und mit Edelsplitt abgestreut. Die Lautstärke hat mit der Oberflächenstruktur zu tun.“

Immer, wenn eine Fahrbahndecke im Laufe der Jahre unter Verkehr offenporiger wird als nach den technischen Richtlinien vorgesehen, erhöhen sich die Rollgeräusche. „Das versuchen wir durch eine Oberflächenbehandlung zu minimieren. Die Lautstärke resultiert auch zum Teil aus dem alten Bestand, der bis zu 30 Jahre alt ist, und das wird durch lediglich kleine Flickstellen nicht besser. Wir versuchen das zu verbessern, kommen aber nur bei kompletten oder grundlegenden Erneuerungen zu den Idealergebnissen.“

Thomas Straub, Leiter der Straßenmeisterei in Marl, machte dem Sonntagsblatt weitere Detailangaben: Die 1,5 Kilometer lange Strecke zwischen Silbersee und Drügen Pütt wird wöchentlich zweimal von der Streckenwartung kontrolliert. „Uns war nur aufgefallen, dass an manchen Stellen der Splitt rausgefahren wurde, so dass wir noch keine Verkehrsgefährdung haben.“

Für das höhere Fahrgeräusch spielten verschiedene Faktoren eine Rolle, vor allem die Splittung, die hier bei 5/8 läge. „Das ist die Körnung, die zwischen 5 und 8 Millimeter liegt. Normalerweise wird 2/5 benutzt. Deshalb ist die Lautstärke größer. Aus Kostengründen kann ich kurzfristig keine andere Regelung vornehmen.“

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