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Fieber für den Fußball – nicht wegen Masern

Vest (om). Fußball-Fans, die das in wenigen Tagen beginnende EM-Spektakel in der Schweiz und Österreich live verfolgen, sollten ihren Impfschutz gegen Masern überprüfen, warnt die Kriesverwaltung. Seit November 2006 erleben die Eidgenossen einen Masernausbruch mit bisher 2.400 Masernfällen. Auch nach Deutschland wurden Infektionen eingeschleppt, vor allem in die südlichen Bundesländer. Baden-Württemberg hat 240 Fälle von Januar bis Ende April zu verzeichnen, Bayern im selben Zeitraum 96 Fälle.

„Reiseausstattung und Fanartikel kann derjenige, der vor Ort dabei sein wird, noch in der letzten Minute packen. Für den dringend notwendigen Impfschutz gegen Masern bleibt aber nicht mehr viel Zeit“, gibt Dr. Ulrike Horacek, Leiterin des Vestischen Gesundheitsdienstes, reisefertigen Sportfreunden mit auf den Weg. Ihr Rat, entsprechend den Hinweisen der Gastgeberländer und des deutschen Robert-Koch-Instituts: „Fehlende Impfungen unbedingt noch beim Hausarzt nachholen, eine eventuell schon vorhandene Einzelimpfung ergänzen.“

NRW ist bisher weitgehend von der Masern-Welle in der Schweiz verschont geblieben. „Das mag sich ändern, wenn Masernviren dort auftauchen, wo die Impfquoten nicht ausreichen oder Verdachtsfälle nicht frühzeitig gemeldet und abgeklärt werden – dadurch wird die Verhinderung weiterer Ansteckungen schwer bis unmöglich“, wirbt Horacek dafür, fehlenden Masernschutz nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Ein kurzer Blick in den Impfausweis, ein kleiner Pieks – dann steht einem ungetrübten Fußballerlebnis nichts mehr im Wege.“

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