Herten. Der „Alte Friedhof“ in Herten-Mitte trägt seinen Namen zu Recht. 1828 angelegt, ist er der älteste Friedhof Hertens. Über seine bewegte Geschichte können sich Besucher nun dank einer Stele informieren, die Bürgermeister Dr. Uli Paetzel einweihte. Die zwei Meter hohe Informationstafel führt entscheidende zeitliche Daten von 1828 bis heute auf.
Der Friedhof wurde mehrfach erweitert, denn die Zechen sorgten für einen deutlichen Bevölkerungszuwachs. Im Oktober 1933 weihten die Nationalsozialisten ein Ehrenmal ein – bereits zehn Jahre zuvor hatten die Planungen dazu begonnen.
Bis 1919 gab es einen abgetrennten Bereich für Selbstmörder – eine Bestattung mit Zeremonie blieb ihnen verwehrt. Seit 2013 finden auf dem „Alten Friedhof“ mit seiner parkähnlichen Kulisse übrigens auch Baumbestattungen statt.
Gestaltet und gesponsert wurde die Stele von den Hertener Stadtwerken.

