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Es riecht ganz intensiv

Marl. Seit Oktober kommt es in Marl immer wieder zu Beschwerden über Geruchsbelästigungen, teilt die Kreisverwaltung mit. Ein renommiertes Gutachterbüro hat intensiv nach der Quelle der Geruchsbelästigung gesucht und die Ursache gefunden: Die Firma Sarval, ein Unternehmen der Saria-Gruppe, hat zur Reduzierung der Emissionen in seinem Betrieb in Marl-Frentrop einen größeren Biofilter eingebaut, der allerdings nicht optimal arbeitet.

Die Saria-Unternehmen sind seit langem unter dem strengen Blick – und der Nase – der Initiative MHNV (Marler haben Nase voll), die sich mehrfach im Rat beklagten, dass von dem Unternehmen Umweltbelästigungen ausgingen. Hintergrund der aufmerksamen Beobachtung ist der Plan, die Unternehmensfläche im Landschaftsschutzgebiet zu verdoppeln.

In dem aktuellen Fall hat das Unternehmen in enger Abstimmung mit der Unteren Immissionsschutzbehörde des Kreises Recklinghausen sowohl Sofortmaßnahmen ergriffen als auch eine technische Lösung für die dauerhafte Reduzierung der geruchsintensiven Emissionen ermittelt.

Konkret bedeutet das: Ein Aktivkohlefilter wurde eingebaut und reduziert die Geruchsbelästigung. Auf Dauer soll eine thermische Behandlung des Luftstroms in einer vorhandenen Anlage Abhilfe schaffen. Da hierfür aber ein umfangreicher Eingriff in die bestehende Anlage notwendig ist, müssen nicht nur die Untere Immissionsschutzbehörde des Kreises, sondern auch die Herstellerfirma des Dampfkessels und der Sachverständige vom TÜV ihre Zustimmung geben.

Das gesamte Verfahren findet in enger Abstimmung mit der Unteren Immissionsschutzbehörde des Kreises Recklinghausen statt. Auch die Anwohnerinitiative werde vom Kreis regelmäßig über den aktuellen Sachstand informiert.

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