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Mit Qualifizieren die Krise meistern

Marl (eib). „Ich will, dass sich alle Menschen in dieser Stadt zu Hause fühlen“, erklärte SPD-Bürgermeisterkandidat Werner Arndt auf dem Neujahrsempfang seiner Partei. „Ich will eine Mitmach-Stadt Marl.“ Dafür müsse das „wir“ groß geschrieben werden und das „ich“ klein.

700 Gäste hatten sich wieder im Marler Rathaus eingefunden und wurden mit einem reichhaltigen Programm verwöhnt. Dazu gehörte eine ausführliche Darbietung des Chores des Heimatvereins Länks de Biek, des Jugendchores St. Bartholomäus Polsum und des Halterner Caritas-Musikkreises „Feenklang & Friends“. Dazu gehörte aber auch eine große Portion große Politik.

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, skizzierte unter dem Beifall seiner Zuhörer die Aufgaben der Regierung, die ergriffenen Maßnahmen und erwarteten Wirkungen. Von einer dramatischen Lage war wenige zu hören, viel dagegen von Aussichten und Chancen.

Das kommunale Wirtschaftsprogramm müsse in den Städten und Gemeinden auch ankommen und dürfe nicht in der Bürokratie hängen bleiben. Der „Schutzschirm“ der Regierung müsste es jedem Unternehmen ermöglichen, die Krise mit Kurzarbeit durchzustehen – und dann mit besser ausgebildeten Kräften aus der Krise herauszukommen. „Qualifizieren statt entlassen“ sei die Devise.

Für die Zukunft sei es wichtig, dass jedes Kind die richtige Ausbildung bekomme. Jeder müsse seine Chance bekommen. Berufsausbildung sei noch immer die wichtigste Ausbildung, „sie muss im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen“. Zugleich müsse aber auch sichergestellt werden, dass jeder, der arbeite, auch davon leben könne. „Deshalb setze ich mich für Mindestlöhne ein.“

Die Marler SPD zeichnete in diesem Jahr auch wieder Einrichtungen für ihr ehrenamtliches Engagement ein. Diesmal gingen die Urkunden an drei Initiativen, die sich um die Wiedereingliederung von Menschen ohne Arbeit kümmern: Die Werkstatt Brassert und die Alte Schmiede sowie die Rebeq.

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